Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Als Absicherung reicht der erfahrene Stefan Beinlich, dachte sich Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf – drei Spiele lang. Dann war der Kapitän verletzt und Pagelsdorf zu einer anderen Ausrichtung seiner Defensive gezwungen. Er stellte Kai Bülow und Tobias Rathgeb anstelle von Spielmacher Zafer Yelen und Beinlich ins defensive Mittelfeld. Zwar folgten auch mit den beiden zwei weitere Niederlagen auf die in den ersten drei Spielen, doch hatte Hansa eine stabilere Grundordnung als mit einer Raute im Mittelfeld gefunden. Sie war die Basis für die folgenden drei Siege in Serie. Bülow und Rathgeb brachten Sicherheit gegen die Angriffe der Gegner.

Zudem vereinfacht das neue System das Angriffsspiel. Bülow und Rathgeb halten sich in der Offensive zurück, sie leiten die gewonnenen Bälle schnell zu Christian Rahn und Enrico Kern weiter, die dann den Ball weiter nach vorne transportieren oder direkt versuchen, einen der beiden Stürmer einzusetzen. Angreifer Kern war in den ersten Spielen, in denen Pagelsdorf in der Offensive viel variierte, deutlich weiter vorne zu finden, in seiner neuen Rolle entwickelt er aber ebenso wie der offensivstarke Rahn genauso viel Druck, wie mit dem talentierten Spielmacher Yelen möglich gewesen wäre. Der junge Yelen ist eines der Opfer des neuen Systems. Nicht auszuschließen, dass auch der 35 Jahre alte Beinlich nach seiner Genesung eines werden könnte.

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