Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Die meisten Bundesligisten spielen inzwischen mit zwei „Sechsern“ im defensiven Mittelfeld. Davor versuchte es beispielsweise der FC Bayern mit zwei offensiven Mittelfeldspielern und zwei Stürmern – beliebter sind aber drei nach vorne ausgerichtete Mittelfeldspieler und ein zentraler Angreifer. Das 4-2-3-1-System ist variabler, weil hier bei Ballbesitz die Außenverteidiger aufrücken und so eine Viererkette gegen Konter absichert. Umgekehrt können sich die offensiven Außenspieler zurückfallen lassen und so einen Abwehrriegel schon vor der eigenen Abwehrkette schaffen.

Am flexibelsten interpretiert Bayer Leverkusen dieses System. Rechtsaußen Stefan Kießling drängt oft ins Sturmzentrum, ebenso wie Sergej Barbarez. Auch der „Sechser“ Arturo Vidal greift mit an, die Positionen werden häufig getauscht. Fixpunkt ist Tranquillo Barnetta: Der Schweizer bereitete in dieser Woche im Länderspiel gegen Österreich alle drei Tore vor, auch bei Bayer setzt er seine Mitspieler immer wieder gut in Szene. Doch wie schon in der vorherigen Saison liegt Bayer in der Tabelle für Chancenauswertung weit hinten, aus vielen Möglichkeiten werden viel zu wenig Tore gemacht. Auch Barnetta hat erst einmal getroffen. Das ist der Grund, warum die taktisch und spielerisch starken Leverkusener nicht besser dastehen.

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