Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

43 Tore hatte die Karlsruher Offensive mit Edmond Kapllani, Sebastian Freis und Giovanni Federico im Aufstiegsjahr erzielt. Im Sommer wechselte der offensive Mittelfeldspieler Federico zu Borussia Dortmund, und KSC-Trainer Edmund Becker wechselte für die Bundesliga das System. Anstatt mit den beiden Stürmern Kapllani und Freis spielt er nur noch mit einem, dafür hat er einen Mann mehr im defensiven Mittelfeld. Der vierte Tabellenplatz beweist, wie richtig diese Umstellung war, auch wenn sie zulasten der Stürmer geht: Kapllani hat noch gar kein Tor geschossen, Freis erst eines. Zwar spielt Federico-Nachfolger Tamas Hajnal eine sehr starke Saison und hat bereits dreimal getroffen, doch auch das würde nicht ausreichen, um in der Bundesliga zu bestehen.

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Karlsruher ist die Abwehr um Kapitän Mario Eggimann. Sie hat bisher erst elf Gegentore zugelassen und so ermöglicht, dass der KSC mit nur 13 erzielten Treffern so weit oben steht. Allein fünf dieser dreizehn Tore haben Christian Eichner, Maik Franz (2) und Eggimann (2) erzielt, keine Abwehr in der Liga war erfolgreicher. Die meisten Tore gelangen ihnen auf die für Abwehrspieler klassische Weise: bei Standards mit dem Kopf. Doch die Innenverteidiger Franz und Eggimann dürfen das, was beispielsweise Lucio beim FC Bayern unter Androhung hoher Strafen verboten ist. Sie schalten sich auch aus dem laufenden Spiel heraus bis ganz nach vorne ins Angriffsspiel ein. Mit diesen für den Gegner überraschenden Vorstößen wird das variable Karlsruher Spiel noch variantenreicher.

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