Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Gestern hat der VfL Wolfsburg eine neue Imagekampagne vorgestellt. „Grüner, mutiger und griffiger“ will der Klub daherkommen, soll heißen moderner und nicht mehr als, na was wohl?, natürlich graue Maus. Das Projekt nennt sich „Fantuning“, die Mannschaft ist ja bereits generalüberholt. Wolfsburg hat starke Spieler verpflichtet, für die Abwehr Ricardo Costa und Jan Simunek, für das Mittelfeld Josué und Ashkan Dejagah, für den Sturm Grafite. Das Team wächst in spielerischer Hinsicht langsam zusammen. Das funktioniert, weil einer sich alle Mühe gibt, diesen Prozess zu organisieren, von dem man es noch vor einiger Zeit so nicht erwartet hätte.

Sicher, Marcelinho ist in Wolfsburg privat ruhiger geworden und auf dem Platz hat er auch früher schon allein dadurch viel für seine Mannschaften getan, dass er die meisten Tore vorbereitet und selbst viele geschossen hat. Jetzt hat sich die Rolle des Kapitäns aber noch einmal geändert. Er ist rühriger Geburtshelfer kommender Stars wie Dejagah (heißt laut „Fantuning“ ab jetzt „Dynamite Dejagah“) oder vielleicht auch Grafite, weil er sich ganz in ihren Dienst stellt, obwohl er weiter das Spiel bestimmt. Auffallend oft versucht er dabei, die anderen glänzen zu lassen. Auch wenn es langweilig für das neue Wolfsburg klingt: Sein wichtigster Mann ist kein Neueinkauf.

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