Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Die Mehrzahl der Bundesligaklubs spielt aktuell mit zwei defensiven Mittelfeldspielern vor der Abwehr, auch der Tabellenführer aus München. Das sieht erst einmal defensiv aus, wird bei den Bayern aber vor allem von Zé Roberto offensiv interpretiert. Anders war es lange Zeit in Cottbus, wo die beiden „Sechser“ vor allem für die Spielzerstörung zuständig waren. Der neue Trainer Bojan Prasnikar hat nun aber das System grundlegend geändert. Cottbus spielt entgegen dem Trend mit einer Raute.

Natürlich ist diese defensiver ausgerichtet als beispielsweise die von Werder Bremen. Prasnikar sieht aber die einzige Chance für den Klassenerhalt in dem Versuch, auch spielerisch mitzuhalten. Alles hat er natürlich nicht geändert: Grundlage bleibt, dass sich die Cottbuser Erfolge wie den ersten Saisonsieg gegen Schalke in erster Linie hart erarbeiten müssen.

Doch wo in der vergangenen Saison nach gewonnenen Defensivzweikämpfen schnell gekontert wurde, versucht Energie ohne die abgewanderten Munteanu und Radu nun, strukturierter selbst ein Spiel aufzubauen. Voraussetzung dafür ist, dass der zentrale defensive Mittelfeldspieler Christian Bassila den Raum um den Mittelkreis unter einer gewissen Kontrolle hat und das leistet, wofür früher zwei Mann zuständig waren. Gute Noten hat ihm das bisher nicht eingebracht, aber das Siegtor gegen Schalke, als er ausnahmsweise einmal vorne war.

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