Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Zwar...aber hieß es nach dem Spiel gegen Zypern. Zwar war der Gegner nicht stark, aber Lukas Podolskis Zukunft könnte doch im Mittelfeld liegen. Links, offensiv, so der fromme Wunsch vieler, die es nicht mitansehen können, wie ein großes Talent auf der Bank ausgebremst wird. Sie liegen aber falsch. Zwar ist Podolski ein guter Spieler, aber im Mittelfeld hat er nichts verloren. Sicher ist es nicht seine Stärke, mit dem Rücken zum Tor angespielt zu werden, viel gefährlicher ist Podolski, wenn er etwas Anlauf hat, um seine Schussstärke auszuspielen. Doch der Anlauf darf nicht zu lang sein. Seine früheren Trainer Uwe Rapolder und Marcel Koller haben es oft mit Podolski als zentral hängender Spitze versucht, um seine Fähigkeiten nach einem kurzen Sprint oder einem Dribbling optimal zur Geltung zu bringen.

Podolski hat auch in dieser Rolle oft enttäuscht. Er hatte zu wenig Ballkontakte, ließ sich oft zu tief fallen, das Spiel lief wegen seiner läuferischen Defizite an ihm vorbei. Zudem ist eine solche Position bei Bayern nicht vorgesehen, und für Podolski wird Ottmar Hitzfeld sein System sicher nicht ändern. Der Platz im linken Mittelfeld ist ohnehin an Franck Ribéry vergeben. Wechselt dieser nach rechts, stehen Bastian Schweinsteiger und neuerdings auch Toni Kroos bereit. Podolski hat dazugelernt, aber er hat nicht gelernt, ein guter Mittelfeldspieler zu sein. Er muss weiter lernen. Alles, was einen kompletten Stürmer ausmacht.

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