Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Diese Last ist Mike Hanke zu groß. Nach dem 2:3 gegen Schalke beschwerte sich Hannovers Stürmer darüber, dass er keine Tore schießen könne, wenn er sich die Chancen erst selbst herausarbeiten müsse. Doch genau das verlangt sein Trainer Dieter Hecking von ihm. Hanke soll im 4-2-3-1-System „nicht auf die Bälle warten, sondern präsenter sein“. Damit ist vor allem gemeint, dass Hanke selbst Bälle erobern und als Anspielstation für die Mittelfeldspieler bereit stehen soll, damit er diese dann auf den Flügeln einsetzen kann. In letzter Zeit ist es Hanke allerdings nicht gelungen, sich erst als Ballverteiler und dann wieder rechtzeitig im Sturmzentrum zu positionieren, um die Flanken von außen zu verwerten. Er ist inzwischen seit 977 Minuten ohne Bundesligator.

Schon andere Stürmer wie zuletzt Vahid Hashemian sind in Hannover an dieser Mehrfachaufgabe gescheitert. Dieter Hecking bleibt seinem System aber treu, er hält es für das beste für die Spieler, die ihm zur Verfügung stehen. Die offensiven Mittelfeldspieler Jan Rosenthal, der torgefährliche Szabolcs Huszti und Sergio Pinto, der oft als hängende Spitze spielt, kommen sehr gut damit zurecht. Zudem stößt aus der Defensive oft Christian Schulz mit nach vorne. Hecking hat Hanke für dessen Beschwerde gemaßregelt. Er könnte hinzufügen, dass es ein Vorbild für Hanke in der Bundesliga gibt, das den gleichen umfangreichen Arbeitsauftrag exzellent und mit Hingabe erledigt: Kevin Kuranyi, Hankes Konkurrent in der Nationalmannschaft.

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