Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Held und Versager stehen für die Fans des MSV Duisburg fest: Die Schuld für den vorletzten Tabellenplatz geben sie vor allem Torwart Tom Starke, ihre große Hoffnung auf bessere Zeiten im Abstiegskampf heißt Roque Junior. Der neu verpflichtete Brasilianer soll der Abwehr Halt geben, und dass er dies vermag, hat er in seinen ersten Spielen durchaus angedeutet. Starke hingegen wird mangelnde Strafraumbeherrschung vorgeworfen und nachgesagt, dass er die Defensive nicht verbal organisieren könne. An Starkes Leistungen ist aber so viel nicht auszusetzen. Er hat vielmehr das Pech, Nachfolger von Fanliebling Georg Koch zu sein.

Starke zu kritisieren lenkt von den eigentlichen Problemen ab: dem Aufbau und dem Spiel in die Offensive. Zu Saisonbeginn galt der Angriff mit Lavric, Idrissou, Ishiaku und Ailton als der beste Mannschaftsteil des Aufsteigers, und die Stürmer haben immerhin 9 der mageren 14 Tore des MSV erzielt – viel mehr waren allerdings kaum möglich. Keine Mannschaft der Bundesliga erspielt sich weniger Chancen als der MSV. Trainer Rudi Bommer lässt mal mit einem, mal mit zwei Stürmern spielen. Zumeist unterstützt ein zurückhängener Stürmer den vordersten Angreifer. Das macht nur dann Sinn, wenn die Angriffe durch Passspiel im Mittelfeld aufgebaut werden, hier ist aber Youssef Mokhtari alleine oft überfordert. Und mit hohen weiten Bällen kann zum Beispiel Ailton nichts anfangen.

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