Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Vier Spiele hat der VfL Wolfsburg nun in der Bundesliga hintereinander gewonnen, so langsam hat sich die neue Mannschaft von Felix Magath eingespielt. Zuletzt hat der Trainer seine Grundaufstellung leicht modifiziert und lässt das sogenannte Tannenbaumsystem spielen, also 4-3-2-1. Es wird üblicherweise eingesetzt, um offensiven Außenverteidigern beim Gegner durch zwei ebenfalls außen postierte defensive Mittelfeldspieler den Raum für ihre Angriffsaktionen zu nehmen. Gegen Hertha BSC ist das eigentlich gar nicht so wichtig, weil die Berliner dort keine offensivstarken Spieler haben und ihr Spiel eher mit vertikalen Pässen durch die Mitte zu entwickeln versuchen. Die defensive Dreierreihe vor der Abwehr kann aber auch dies verhindern, zumal der zentrale Mann Herthas wichtige Anspielstation Raffael in Manndeckung nehmen kann.

Vor dieser Dreierreihe kann Magath auch Marcelinho und zwei Stürmer bringen, die drei zunächst defensiveren Mittelfeldspieler schalten sich zudem ständig mit in den Angriff ein. Vor allem der immer stärker werdende Christian Gentner (Bild) stößt dabei oft bis in die Spitze vor. Das Tannenbaumsystem ist nur auf den ersten Blick sehr defensiv. Wenn man es so variabel wie die spielstarken Wolfsburger interpretiert, ist es gar nicht mehr so wichtig, ob 4-3-2-1 oder 4-4-2 draufsteht.

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