Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Es war ein ungewöhnliches Spiel von Bayer Leverkusen beim 2:3 in Hamburg am Mittwoch. So viele Chancen lässt Bayer sonst nicht zu, die Defensive stand schlichtweg schlecht. Es war aber auch ein normales Spiel, weil das Team von Trainer Michael Skibbe wie fast immer deutlich weniger foulte als sein Gegner (hier stand es am Ende 12:23). Bundestrainer Joachim Löw hat neulich in einem Interview beklagt, dass es zu viele unnötige Fouls gebe, die zu gefährlichen Standardsituationen führten. Die spielstarken Leverkusener haben auch in dieser Hinsicht vielen Bundesligateams etwas voraus.

International hat zuletzt der FC Porto gezeigt, wie man mit hohem Laufaufwand und guter Raumaufteilung den ballführenden Mann mit mehreren Spielern gleichzeitig fair angreifen kann. Während bei den Schalkern Nationalmannschaftskandidat Jermaine Jones fleißig von hinten grätschte, dominierte Porto auch dank der fairen Balleroberung. Diese internationale Klasse besitzt auch Bayer, das zumeist auch mehr Ballbesitz als der Gegner hat. Statt das Spiel des Gegners um jeden Preis zu unterbinden, steht der Wille zum eigenen, schnellen Angriff im Vordergrund. In den Zweikämpfen nähern sich die Leverkusener dem Gegner mit Trippelschritten, um so den Raum immer enger zu machen, bis der Gegner keine Optionen mehr hat, etwas Sinnvolles zu machen, und den Ball verliert. Diese Spielweise haben die Leverkusener inzwischen verinnerlicht. Und sie ist richtig gut.

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