Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Viel gelobt wird der Fußballlehrer Lucien Favre für seine Bemühungen, aus Hertha BSC eine attraktive und spielstarke Mannschaft zu machen. Schnell und variabel soll das Spiel werden, mit wenigen Ballkontakten in die Spitze. Der Ball muss allerdings auch zu den Stürmern kommen, wenn Hertha ein Tor schießen will. Kein Bundesligist ist aus dem Mittelfeld ungefährlicher als die Berliner. Dabei müsste Hertha bei der von Favre favorisierten Spielweise eigentlich auch Druck durch aufrückende Mittelfeldspieler entwickeln, zumal Favre es nach dem Weggang von Malik Fathi mit einer Dreierkette in der Abwehr und fünf Mittelfeldspielern versucht. Fallen wie jetzt die Offensivspieler Pantelic und Raffael aus, können es sogar sechs sein. Auf diese beiden verlassen sich die anderen allzu oft und meinen wohl, ihre Aufgabe mit der schnellen Weitergabe des Balles nach vorne erledigt zu haben. Zu selten rücken die etwas offensiver ausgerichteten Mittelfeldspieler auf, um Torgefahr zu entwickeln, der eigentlich als Stürmer verpflichtete Lukas Piszczek (Bild) scheint den Torschuss sogar regelrecht zu verweigern. Der Fehler liegt gar nicht in Favres Idee vom Spiel. Er hat ganz einfach zu viele Spieler, die prinzipiell nicht torgefährlich sind.

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