Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Die Einschätzungen darüber, was überhaupt noch helfen könnte, unterscheiden sich bei Hansa Rostock nur in Nuancen. Vom „kleinen“ über das „mittlere“ bis zum ganz normalen „Fußballwunder“ wird alles herbeigesehnt. Zwar beträgt Rostocks Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz nur zwei Punkte, die leblos wirkende Mannschaft hat aber nicht erst Mutlosigkeit verbreitet, seitdem sie sich in Cottbus vormachen ließ, wie man mit Kampf gewinnt. In der Rückrundentabelle ist Hansa Letzter, zwei Siege gab es in diesem Jahr erst. Jetzt wäre eine Serie nötig wie in der Hinrunde, als Hansa einmal sogar drei Spiele hintereinander gewann. Da hatte Trainer Frank Pagelsdorf die zuvor wacklige Defensive stabilisiert, indem er (statt des verletzten Stefan Beinlich) als doppelte Absicherung Kai Bülow und Tobias Rathgeb ins defensive Mittelfeld stellte.

Was zunächst die Aufgaben im Spiel vereinfachte (und Pagelsdorfs verschiedene Offensivformationen entlastete), droht Hansa Rostock nun zum Verhängnis zu werden: Aus dem Mittelfeld und aus der Abwehr rückt niemand nach einem Ballgewinn nach. In der toten Zone zwischen Abwehr und Angriff, wo Spielzüge aufgebaut werden müssten, passiert nichts, vorne passen sich die alleingelassenen Angreifer wie Enrico Kern (Bild) den Ball hin und her, ohne sich in Unterzahl durchsetzen zu können. Es wäre schon ein großes Fußballwunder, wenn Hansa auf diese Weise in der Bundesliga bleibt.

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