Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Die besten Spieler in den Jugendmannschaften werden meistens in den Angriff gestellt, weil sie dort als Torschützen am wertvollsten sind. Das war bei Heiko Westermann natürlich auch so. Und wie bei vielen anderen stellte sich auch bei ihm erst mit der Zeit heraus, dass er als Abwehrspieler seiner Mannschaft mehr bringt. Ungewöhnlich ist nur, dass sich der Schalker jetzt wieder weiter nach vorne bewegt, und zwar ein ganzes Stück. So gibt es in der Bundesliga eine Reihe von Spielern wie Frankfurts Chris oder bis vor einiger Zeit auch Bayerns Martin Demichelis, die als Innenverteidiger oder auf der Sechserposition im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Westermann, der in der Nationalmannschaft Innenverteidiger ist und auch außen verteidigen kann, spielt neuerdings aber sogar auf einer der Halbpositionen im Schalker Mittelfeld.

Dort hat er zur Absicherung des Dreierangriffs zwar auch viele defensive Aufgaben. Gemeinsam mit Orlando Engelaar (der früher eigentlich offensiver Mittelfeldspieler war, aber von Schalkes neuem Coach Fred Rutten schon in Enschede umgeschult worden ist) soll er sich aber auch in den Angriff mit einschalten. In den ersten Saisonspielen hat Westermann für Schalke drei Tore in der Liga und eins im Uefa-Cup geschossen. Per Abstauber, mit dem Kopf, wenn er – anders als Engelaar – bis ganz nach vorne aufgerückt war, und auch mit einem Weitschuss. Die Halbposition bietet Westermann in jedem Spiel genug Gelegenheiten, vorne gefährlich zu sein, wenn er hinten seine Arbeit gemacht macht. In der Nationalmannschaft gibt es diese Position aber nicht. Da wird Westermann wohl weiter Innenverteidiger spielen müssen – wenn er als Mittelfeldspieler im Verein denn dafür noch in Frage kommt.

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