Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Foto: ddp

Sechs Tore hat Franck Ribéry in den vergangenen sechs Spielen erzielt, aber nicht nur deshalb steht Bayer Leverkusen in dem Spitzenspiel am Samstag vor der Frage, wie der überragende Franzose zu stoppen ist. Ribéry macht gemeinsam mit seinen kongenialen Partnern Zé Roberto und Philipp Lahm auf der extrem offensivstarken linken Seite das Spiel der Münchner, das insgesamt in den vergangenen Spielen sicherer und vor allem schneller geworden ist. „Auch unser Spiel ist Tempo“, sagt Leverkusens Trainer Bruno Labbadia und fügt hinzu, dass sein Team nur dann eine Chance habe, wenn es ebenso „handlungsschnell“ agiere wie die Münchner. Die Spieler dazu hat Labbadia, vor allem in seinem Mittelfeld, das wirklich sehr offensiv ist. Gleichzeitig verfügen Tranquillo Barnetta, Arturo Vidal und Renato Augusto (Bild) aber auch über defensive Qualitäten. Der brasilianische Techniker Renato Augusto zeigte zuletzt eine erstaunliche Zweikampfstärke. Wie gut er und seine beiden Nebenleute diese einbringen, könnte am Samstag entscheidend sein, denn das Duell zweier Teams mit starken Stürmern und manchmal patzenden Abwehrreihen dürfte im Mittelfeld entschieden werden.

Beide Mannschaften waren zuletzt vor allem dann anfällig, wenn sie in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren hatten und nicht kompakt standen. Wenn bei den Münchnern Zé Roberto mit angreift und der Ball verloren geht, droht ebenso Gefahr wie bei Leverkusen, wenn dies Vidal passiert, weil sich in diesen Momenten mit Ausnahme der Innenverteidiger quasi alle Spieler nach vorne orientieren. Bekommt dann etwa Ribéry den Ball, hilft eigentlich nur noch ein Foul. Falls der nicht nach rechts abspielt, bevor sich alle auf ihn stürzen. Dort hat Bastian Schweinsteiger dank der Angst des Gegners vor der linken Seite der Bayern oft mehr Platz, als man ihm eigentlich geben sollte.

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