Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Bayer Leverkusen und Bayern München versuchen mit verschiedenen Spielweisen zum Erfolg zu kommen. Die Leverkusener spielen äußerst ballorientiert, die Münchner hingegen richten sich nach den Räumen auf dem Platz aus – sie denken in Zonen. Im Aufbauspiel der Bayern rücken die Außen Ribéry und Robben nach vorn und vor allem weit nach außen, um Platz zu schaffen. Sie werden oft mit öffnenden Diagonalpässen gesucht oder aus dem Mittelfeld mit langen, harten Flachpässen angespielt. Die Münchner spielen häufiger den nach innen ziehenden Robben als den dribbelnden Ribéry an, weil der Niederländer auf seiner Seite so Raum für den aufrückenden Lahm schafft. Wird beispielsweise Robben angespielt, bewegt sich im Grunde das gesamte Leverkusener Team (Foto: Arturo

Vidal) in seine Richtung und vernachlässigt die ballferne Seite, wo gerade keine Gefahr droht. Sind sie dem Ball nahe, verkleinern die Bayer-Spieler den Raum kontinuierlich, um den Ball schließlich zu gewinnen – das machen sie auch nach einem langen, weiten Offensivpass, um den zweiten Ball zu erobern. Die Münchner hingegen besetzen immerzu alle Bereiche des Platzes, sie wollen sich defensiv keine Blöße geben und gleichzeitig immer überall Anspielstationen haben. Dazu muss man sich allerdings stark genug dafür fühlen, dass sich zwei Verteidiger nicht von zwei gegnerischen Angreifern ausspielen lassen.

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