Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Vor vier Wochen noch war die Verzweiflung beim Karlsruher SC so groß, dass Torhüter Markus Miller zum letzten Mittel greifen wollte. Beim 0:1 in München war er in der Schlussphase mit nach vorne gestürmt und hatte zumindest für Gefahr gesorgt, der erste Treffer des KSC nach sechs torlosen Spielen (und insgesamt 16 Ligaspielen in dieser Saison!) schien endlich nah. Er fiel nicht, aber Miller kündigte an, solche Ausflüge künftig früher im Spiel zu machen, um die Sturmschwäche der Karlsruher zu beheben. Das durfte er natürlich nicht, Trainer Edmund Becker entschied sich stattdessen dafür, die Taktik grundlegend zu verändern und statt mit einer Dreierreihe hinter einem Stürmer mit zwei Spitzen zu spielen. Dafür reaktivierte er sogar Joshua Kennedy (Bild), der zuvor monatelang suspendiert war, und stellte ihn gleich in die Startelf. Hinter Kennedy und seinem Sturmpartner Sebastian Freis sollen im neuen System zudem die offensiven Giovanni Federico und Antonio da Silva gemeinsam Gefahr bringen. Immerhin haben die Karlsruher in den vergangenen beiden Spielen drei Tore geschossen und vier Punkte geholt. Es wäre normal, wenn eine so lange so erfolglose Mannschaft im Abstiegskampf hinten vor allem stabil stehen will und vorne auf den lieben Gott hofft, selbst wenn der Joshua Kennedy heißt. Edmund Becker setzt aber auf riskante Offensive und hinten auf den Karlsruher Fußballgott Maik Franz, der nach langer Verletzung wieder dabei ist.

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