Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Die Philosophie ist klar: Aggressives Pressing, schnelle Balleroberung, direktes Spiel. Mit diesem attraktiven Offensivfußball hat Werder viele Fans gewonnen, erfolgreich ist er obendrein. Und riskant, denn die Bremer greifen den Gegner schon weit in dessen Hälfte an und versuchen, dem ballführenden Spieler keinen Raum und keine Zeit zu lassen, einen freistehenden Mitspieler zu finden. Dafür rückt die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf gut organisiert, überfallartig und geschlossen auf. Kommt der Gegner aber hinter die erste Pressinglinie und kann dann noch einen kontrollierten Pass spielen, besteht höchste Kontergefahr. Gerade am Samstag gegen den FC Bayern, der in Makaay und Podolski zwei sehr gute und schnelle Konterspieler hat. Natürlich kann man weniger aggressiv und aggressiv pressen, abhängig von der Spielstärke des Gegners. Doch großen Respekt vor der anderen Mannschaft erlaubt die Taktik der Bremer gar nicht erst, weil zu ihrem Wesen ein Entweder-Oder gehört, die graduellen Abstufungen in der Ausführung sind nicht wesentlich. Und gerade gegen hochklassige Gegner würden die Bremer eher in Schwierigkeiten kommen, wenn sie von ihrer Grundhaltung abweichen würden. Denn die Mannschaft ist passend zur Philosophie zusammengestellt. Mit offensiven Außenverteidigern und Spielmacher Diego, der nur bei eigenem Ballbesitz stark ist. Deshalb darf der Gegner nicht erst ins Spiel kommen und die Lücken in der Bremer Abwehr finden. Die gibt es trotz der Verpflichtung von Per Mertesacker. Auch deshalb hat Werder selbst gegen den FC Barcelona in der Champions League versucht, den Ball schnell in eigenen Besitz zu bringen, und das hat lange Zeit gut funktioniert Es wird spannend sein zu sehen , ob Münchens Trainer Felix Magath gegen die Bremer Offensive an seinem neuen System mit drei Stürmern festhält. Wenn ja, könnte es ein unterhaltsames Spitzenspiel werden.

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