Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Gestern hat es wieder nicht geklappt. Joachim Löw gab seinen Kader für das Länderspiel gegen die Schweiz bekannt, Albert Streit war erneut nicht dabei. Dabei macht er sich seit längerem berechtigte Hoffnungen auf die Nationalmannschaft, denn Streit ist nicht nur wegen seiner Dribbelstärke und seinen gefährlichen Flanken der wichtigste Spieler bei Eintracht Frankfurt. Er hat sich auch defensiv verbessert und grätscht hinten einiges weg. Gleichzeitig ist er anstelle des zentralen Mittelfeldspielers Alexander Meier der eigentliche Bestimmer im Spiel nach vorne.

Der Nebenspielmacher auf der Außenbahn macht Frankfurts Offensivspiel schwer ausrechenbar. Mal ist Streit rechts, mal links, er kann mit beiden Füßen gut Fußball spielen, mit seinen vor allem bei Standardsituationen genau getimten Flanken hat er in dieser Saison sechs Tore vorbereitet. Drei hat er selbst geschossen. Wäre da nicht seine Abschlussschwäche, könnten es mehr sein. Aber der 26-Jährige hat erst in dieser Saison so richtig damit begonnen, aus seinem Riesentalent etwas zu machen. Sein Spruch zum Image: „Besser ein ewiges Talent als gar keins.“ Lange galt er als satter Jungprofi, der gerne provoziert. Seine bekannteste Aktion auf dem Platz war, als ihn Duisburgs Trainer Norbert Meier mit einem Kopfstoß niederstreckte. Streit hat sich aufgerappelt und führt jetzt ein Team. Und schafft es vielleicht doch noch zu Löw.

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