Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Die einfachen Sachen haben sie in diesen Tagen in München geübt. Passen, Laufwege und Torschuss. Ottmar Hitzfeld legte den Trainingsschwerpunkt auf die Offensive, so schlecht wie in dieser Saison hat der FC Bayern seit 15 Jahren nicht getroffen. Schuld daran ist vor allem das Mittelfeld, das einfallslos und zu langsam nach vorne spielt. Doch es stimmt in keinem Mannschaftsteil, und die Krise der Bayern ist spätestens seit Rückrundenbeginn auch eine Krise der Viererkette. Beim 2:3 in Dortmund schimpft Felix Magath noch Hasan Salihamidzic aus, weil der aus dem Mittelfeld zu wenig nach hinten arbeitete. Die drei Gegentore nach Kopfbällen fielen am Ende aber wegen der Unordnung in der Abwehr.

Bei Flanken von außen deckte Lucio unmotiviert den kurzen Pfosten ab, obwohl dort niemand stand, und Daniel van Buyten trottete ihm unmotiviert hinterher. So stand der kleine, nach innen geeilte Philipp Lahm bei den Gegentoren gegen Alexander Frei alleine in der Mitte, genauso wie eine Woche später beim 0:3 in Nürnberg, als Robert Vittek an die Latte köpfte und Markus Schroth ins Tor. Die Abstimmung zwischen Lucio und van Buyten funktioniert schlecht. Und noch schlechter, wenn Lucio nach seinen wütenden Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Vorstößen zurückhetzt. Teams in der Krise konzentrieren sich gewöhnlich darauf, hinten wieder sicher zu stehen. Lucio muss jetzt wohl erst einmal in der Abwehr bleiben.

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