Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Hohes finanzielles Risiko mit neuen Spielern, ein Psycho-Slogan wie „Mission Possible 15“ für Fans und Förderer, schließlich mit Jürgen Klopp ein Trainer, der im Wintertrainingslager vermittelt, dass er wirklich noch an den Klassenerhalt glaubt.

Diese Maßnahmen sind aber nur ein kleiner Grund dafür, dass mit den Mainzern am Samstag die drittbeste Rückrundenmannschaft auf die beste aus Nürnberg trifft. Die Neuzugänge Mohamed Zidan und Leon Andreasen haben deshalb zusammen schon sieben Tore geschossen, weil Klopp bei der mutigen Taktik geblieben ist, die in der Hinrunde so oft daneben ging. Gewinnen die Mainzer im Mittelfeld den Ball, greifen sie blitzartig mit fünf Spielern auf einmal an, Andreasen geht dabei von seinem Platz im defensiven Mittelfeld oft direkt auf die Mittelstürmerposition.

So haben die Mainzer meist mehr Spieler im gegnerischen Strafraum als derzeit etwa Bayern München. Zurzeit hat Klopp mit dieser riskanten Spielweise Erfolg, doch selbst beim 2:1-Sieg in Berlin vergangene Woche hätte Mainz beinahe noch den Ausgleich kassiert, weil die Spieler weiter auf das 3:1 stürmten, statt den Sieg zu sichern. Die bisherigen Gegner in der Rückrunde zählen nicht zu den konterstärksten der Liga. Ob die Mainzer mit ihrer wichtigsten Maßnahme Überfalltaktik weiterhin Erfolg haben können, wird sich erst gegen Teams wie den 1. FC Nürnberg zeigen.

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