Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Inzwischen ist klar, dass es nicht am Trainer liegt. Bert van Marwijk ist gescheitert, Jürgen Röber auch, und Thomas Doll weiß sich schon nach zwei Spielen nicht anders zu helfen, als Florian Kringe und Lars Ricken aus dem Kader zu werfen. Bis auf weiteres natürlich, denn der neueste Trainer von Borussia Dortmund wird sie bald wieder brauchen. Seine Experimente im Mittelfeld sind längst nicht abgeschlossen. In seinem ersten Spiel setzte er auf zwei defensive Mittelfeldspieler, um Stabilität in die verunsicherte Abwehr zu bringen. Danach war es nur noch einer, vor dem vier weitere Spieler zugleich abwehren und vorne den einsamen Alexander Frei unterstützen sollten. Dolls Idealvorstellung ist auch dies nicht, und ein Tor hat der BVB in beiden Spielen auch nicht geschossen. Beim Hamburger SV hat Doll, egal ob im Erfolg oder Misserfolg, fast immer mit einer Raute im Mittelfeld spielen lassen.

Doll will aus der Abwehr heraus kontrolliert nach vorne spielen lassen, dafür braucht er ständig besetzte Außenpositionen in der Mitte und einen Spieler in der Zentrale, der die beiden Stürmer einsetzt, am besten mit hohem Tempo. In Hamburg hatte Doll dafür van der Vaart, Trochowski und noch andere Kandidaten. Doch in Dortmund kann er dieses System nicht umsetzen. Der BVB hat in seinem Kader keinen einzigen Spieler, der diese Position in Dolls Lieblingssystem ausfüllen kann. Doch auch ohne Mr. X hat Doll angekündigt, nach der Stabilisierungsphase im Abstiegskampf offensiver spielen zu lassen. Beziehungsweise offensiver spielen lassen zu wollen.

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