Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Vielleicht hat Markus Schroth keine Lust mehr, sich so anzustrengen. Mit 32 Jahren hat man als Profi so einiges in den Knochen und auf sie gekriegt. Der Stürmer verlässt den 1. FC Nürnberg trotz der aktuellen Erfolge am Saisonende und geht lieber in die Zweite Liga zu 1860 München. Dort muss Schroth sicher nicht mehr so viel arbeiten wie in Nürnberg unter Trainer Hans Meyer. Denn die attraktive Spielweise des Clubs beruht darauf, dass die drei offensiven Spieler intensiv damit beginnen, den Raum für den Gegner zu verengen. Im Pokalhalbfinale sah man Meyer trotz Führung immer wieder aufgeregt gestikulieren, weil seine Viererkette nicht weit genug aufrückte und dem Gegner damit jeden Platz nahm, während vorne die Stürmer bereits verteidigten. Selbst der im Angriff überragende Iwan Sajenko bekam einen Rüffel, weil er nicht entschlossen genug mit Frankfurts Michael Fink mitging. Schroth ist ein Kraftspieler und deshalb für dieses System so wertvoll, bei dem kleinen Sajenko ist es dagegen ein bisschen verwunderlich, dass er genug Luft für Abwehr und Angriff hat. Das liegt daran, dass er nicht weit zurücklaufen muss, denn wenn die Stürmer überspielt sind, wartet schon das Mittelfeld um Tomas Galasek auf den Gegner. Ist der Ball gewonnen, wird mit kurzen Pässen kombiniert, das spart Laufwege und Kraft. Und bringt schön herausgespielte Tore, weil immer alle Positionen besetzt sind.

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