Sport : Taktikschule mit Mathias Klappenbach

-

Variabilität bedeutet Stärke. Man kann sich auf den jeweiligen Gegner einstellen, Ausfälle und Formschwankungen besser ausgleichen. Diese Fülle an Möglichkeiten war in der Hinrunde ein Vorteil für Trainer Friedhelm Funkel und Eintracht Frankfurt. 4-4-2, 4-3-3, 3-3-2-2 oder wie auch immer: Die Mannschaft funktionierte als solche. Fehlende Struktur bedeutet Chaos. Ein Ansatzpunkt genügt nicht, wenn alles aus der Form läuft. Das ist in der Rückrunde das Problem von Friedhelm Funkel.

Der einstige Vorteil erweist sich im Abstiegskampf als Nachteil, weil aus der Nutzung von Optionen Verunsicherung wegen der vielen Möglichkeiten geworden ist. So gelingt es der Eintracht nicht mehr, die Stürmer Ioannis Amanatidis und Naohiro Takahara einzusetzen. Beide sind reine Vollstrecker. Ihren insgesamt 17 Saisontoren stehen nur zwei Assists gegenüber, obwohl einer von beiden Stürmern in der Grundordnung von Funkel als Anspielstation auf dem linken Flügel postiert ist.

Über rechts (und mit seinen Freistoß- und Eckballflanken) kann nur der mit Funkel zerstrittene Albert Streit für Gefahr sorgen. Alexander Meier macht nur Druck, wenn er selbst in die Spitze geht, die anderen Mittelfeldspieler sind eher defensiv stark. Deshalb muss Funkel im Abstiegsendspiel gegen Aachen eine neue Ordnung erfinden, damit der seit sechs Spielen erfolglose Takahara wieder ein Tor schießt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben