Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Natürlich gehört Bremens Diego in jede Mannschaft der Saison, ebenso wenig darf Bochums Torjäger Gekas fehlen. Der fast klassische Spielmacher Diego war Ausgangspunkt nahezu aller Offensivaktionen, und Torjäger Gekas Adressat für jeden langen Pass nach vorne. Ihre Teams spielten so, wie sie es mussten, um die Stärken dieser wichtigen Spieler optimal zur Geltung zu bringen. Der Trend im Jahr nach der WM war aber in gewisser Weise umgekehrt. Im vergangenen Sommer wurden in den Nationalteams – wie schon einige Zeit davor in den großen Vereinen – verstärkt Rollenspieler eingesetzt, bei den Deutschen etwa der schnelle Flankengeber David Odonkor in der Schlussphase.

In der Bundesliga wurde das Offensivspiel (statt durch einen zentralen Spielmacher) oft durch einen weiter außen postierten Impulsgeber wie Bochums Zvjezdan Misimovic oder Leverkusens Bernd Schneider gestaltet. Auch die Außenverteidiger sind für das Angriffsspiel in diesem Jahr noch einmal wichtiger geworden. Torgefährliche Innenverteidiger schalteten sich oft über einen Doppelpass mit nach vorne ein. Abgesichert von zwei „Sechsern“ im Mittelfeld, die entweder wie Tomas Galasek in Nürnberg das Spiel von hinten ordnen oder wie Bremens Torsten Frings mit in die Spitze gehen. Im Angriff spielten laufstarke und mitgestaltende Spieler wie Stuttgarts Cacau und der als nachrückender Stürmer eingesetzte Rafael van der Vaart groß auf. Das ist immer noch offensiver als die bei der WM verbreitete einzige Spitze.

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