Sport : Task Force der Uefa/Fifa: Das Transfersystem bleibt Streitpunkt

Vier Tage vor Ablauf der von der Europäischen Union gesetzten Frist für Vorschläge zum Transferwesen im Fußball scheint ein Kompromiss gefährdet. Aus Protest gegen die Beschlüsse der eingesetzten Arbeitsgruppe Task Force der Uefa/Fifa blieben die Spielervertreter der letzten Tagung in Zürich am Sitz des Weltverbandes (Fifa) fern. "Dass die Spielervertreter es vorzogen, an dieser Sitzung nicht teilzunehmen, hat uns tief enttäuscht", sagte Fifa-Präsident Joseph Blatter. "Wir sind bereit, den Dialog mit ihnen weiterzuführen." Die Vertreter der internationalen Spielergewerkschaft Fifpro kritisieren die Vorschläge, weil sie nicht im Interesse der Profis seien. Da die Frist am 31. Oktober in Brüssel ausläuft, plant die Spielergewerkschaft nun, ihre eigenen Ansichten direkt an die EU weiterzuleiten.

Die Vorschlagsliste, die am Dienstag Task-Force-Leiter Per Ravn Omdal (Norwegen) und die beiden Generalsekretäre Michel Zen-Ruffinen (Fifa) sowie Gerhard Aigner (Uefa) in Brüssel übergeben werden, soll vor allem Stabilität in das Transfersystem bringen. Die Task Force beabsichtigt auch, die Vereine zu belohnen, die in die Ausbildung junger Spieler investieren.

Schlüsselpunkte sind ein Mindestalter von 18 Jahren für internationale Transfers, die Einhaltung der Verträge während eines Mindestzeitraumes und die Minimierung der Anzahl der Transfers während einer Saison. Vorgesehen sind zwei Transferperioden pro Jahr und eine noch festzulegende Übergangsfrist für die Einführung des neuen Systems. Für die Verhandlungen zwischen den Fußball-Verbänden und der EU-Kommission gilt eine Zeitspanne bis zum 31. Dezember. Zum Jahresende will die EU das neue Transfersystem bekannt geben. Die EU hatte vor allem die hohen Ablösesummen im Fußball moniert.

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