Sport : TeBe geht heute selbstbewusst ins Pokalspiel gegen KFC Uerdingen

Benedikt Voigt

Es war vor fast fünf Monaten in der Grotenburg-Kampfbahn zu Krefeld, als Tennis Borussia ein kurzes Kapitel seiner Vereinsgeschichte endgültig schloss. Das 3:2 beim damaligen Abstiegskandidaten KFC Uerdingen half dem Interimstrainer Stanislav Levy nichts mehr, die Verantwortlichen des Berliner Zweitligisten hatten seine Demission beschlossen. Sein Pech war das Glück von Winfried Schäfer, der seither beim Berliner Multi-Kulti-Klub das Kommando führen darf. Und wie der Zufall so will, ist es wiederum das Krefelder Stadion, das auch im Kapitel "Schäfer bei Tennis Borussia" eine bedeutsame Rolle spielen soll. Jedoch, eine positive.

Das heutige Pokalspiel beim KFC Uerdingen soll nämlich den Anfang einer Saison bilden, an deren Ende der Aufstieg in die Erste Liga fest eingeplant ist. Der Begegnung mit dem Regionalligisten kommt nun die Aufgabe zu, wie Jan Schindelmeiser sagt, "einen Fingerzeig zu geben und Selbstvertrauen zu bringen." Der Manager und Geschäftsführer von Tennis Borussia bezeichnet die Partie daher als "ersten Ernstfall", wenngleich er auch zugibt, "daß die Zweite Bundesliga im Vordergrund steht." Schindelmeiser will mit dem Klub so weit wie möglich kommen, zumal ihm der Pokalwettbewerb im vergangenen Jahr viel Freude bereitete. Gern wird sich jeder TeBe-Freund an das 4:2 über Hertha BSC im Achtelfinale erinnern. Eine Runde später kam gegen den späteren Pokalsieger Werder Bremen das Aus (1:2 nach Verlängerung). "Außerdem", fällt dem Manager noch ein, "ist der Pokal eine gute Möglichkeit, um den Etat zu entlasten."

Freilich verhinderte der neue Pokalmodus, dass der Zweitligist bereits in der zweiten Runde einen prominenten Gegner aus der Ersten Liga zugelost bekam. Schindelmeiser: "Das ist sicher nicht der Modus, den wir uns ausgesucht hätten." Aber durch die Managertagungen der Bundesligaklubs weiß er auch: "Es gibt keine Alternative, weil der Spielplan so angespannt ist." Somit muss der Geschäftsführer auf ein Weiterkommen in Uerdingen hoffen, um dann vielleicht in der nächsten Runde auf einen Verein zu treffen, der das große Geld verheißt.

Den KFC Uerdingen verließen nach dem Abstieg aus der Zweiten Liga 24 Spieler, weshalb der Regionalligaverein momentan eine unbekannte Größe ist. Mangels Gelegenheit hat auch kein TeBe-Späher den Pokalgegner beobachtet. Schindelmeister ist dennoch optimistisch: "Unsere Spieler sind selbstbewusst genug."

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben