Sport : Telekom prüft Engagement im Radsport

Berlin - Die Telekom überdenkt nach den umfangreichen Aussagen ihres ehemaligen Fahrers Patrik Sinkewitz noch einmal ihr Engagement im Profi-Radsport. „Wir haben einen Vertrag bis 2010 und wollen unseren Teil zu einem Neuanfang im Radsport beitragen“, sagte Stephan Althoff, der Leiter des Telekom-Konzernsponsorings, dem Tagesspiegel. Die Aussagen von Sinkewitz könnten dennoch etwas verändern. Was genau, darüber werde der Sponsor in dieser Woche beraten. „Wir haben eine neue Faktenlage und können nicht so tun, als könnte es so weitergehen wie bislang“, sagte Althoff.

Das Team T-Mobile verfügt nach Althoffs Aussage jedenfalls über Informationen, die bisher noch nicht öffentlich geworden sind. Welche Informationen das sind, wollte Althoff nicht sagen. Sie könnten sich beispielsweise auf die Einbindung von Michael Rogers ins früher bestehende Dopingsystem beziehen. Der Zeitfahr-Weltmeister wehrte sich nun in der australischen Zeitung „Canberra Times“. Jeder wisse, „dass bei mir alles korrekt läuft. Die Wahrheit wird sich durchsetzen“, sagte Rogers, der wie Sinkewitz 2006 im Tour-de-France-Kader von T-Mobile stand. Der Australier, der nie etwas mit Doping zu tun gehabt haben will, mutmaßt, dass ihn Sinkewitz direkt beschuldigt hat, und drohte dem Hessen „ernsthafte Schritte“ an. teu/dpa

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