Sport : Temporäres Leiden

Karsten Doneck

gibt Real Madrid in der Champions League noch nicht auf Baptista kostete 20 Millionen Euro. Für Robinho wurden 24,5 Millionen gezahlt. Der vorerst letzte Transfer für diese Saison war dann der kostspieligste: Sergio Ramos kam für 27 Millionen. Für Verstärkungen scheint Real Madrid geradezu unerschöpfliche Geldreserven zu besitzen. Den Klub treibt die Verpflichtung an, seinem weltweiten Anhang Jahr für Jahr nur das Beste vom Besten zu bieten. Real Madrid – das ist nicht nur Fußball, das ist Mythos.

Ab und zu wird dieser Mythos angezweifelt. Zum Beispiel, wenn der FC Barcelona, der ewige Rivale, den Madrilenen den Meistertitel wegschnappt – wie in diesem Jahr. Oder wenn Real in der Champions League mal 0:3 verliert – wie am Dienstag bei Olympique Lyon. Solche Niederlagen werden schnell als Katastrophen aufgefasst, denn sie passen nicht ins Weltbild des edlen, ruhmreichen Klubs.

Aber was ist wirklich passiert in Lyon? Real Madrid hat nur ein Fußballspiel verloren. Die Mannschaft wird, mit all ihrer vorhandenen Klasse, diese Niederlage bald wettmachen und sich bei den anderen Gruppengegnern Piräus und Trondheim für das Achtelfinale qualifizieren – wie im Vorjahr nach dem 0:3 bei Bayer Leverkusen. Das Leiden des Real-Fans wird auch diesmal allenfalls temporär sein.

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