Tennis : Agassis letztes Match

Es gab viele Tränen zum Abschied. Andre Agassi ist im letzten Turnier seiner Profi-Karriere an einem deutschen Tennisspieler gescheitert. Agassi verlor bei den US Open gegen Becker - Benjamin Becker.

New York - Tennisprofi Benjamin Becker hat das Achtelfinale bei den US Open in New York erreicht und das Grand Slam Turnier um eine Attraktion ärmer gemacht. Der über die Qualifikation ins Hauptfeld gelangte Saarländer setzte sich gegen den US-Amerikaner Andre Agassi mit 7:5, 6:7, 6:4 und 7:5 durch und feiert mit dem Vorstoß unter die besten 16 den bislang größten Erfolg seiner Karriere. Der nächste Gegner von Becker wurde am Abend zwischen Lokalmatador Andy Roddick und dem Spanier Fernando Verdasco ermittelt.

Für den von über 20.000 Fans im Arthur Ashe Stadium in Flushing Meadows mit Standing Ovations bedachten und hemmungslos weinenden 36-jährigen Agassi heißt es nun, Abschied von einer grandiosen Karriere zu nehmen.

Becker zeigte vor der beeindruckenden Kulisse keine Nerven und ging nach dem verregneten Samstag bei strahlendem Sonnenschein und böigen Winden von Beginn an konzentriert zu Werke. Dabei bestach der 25-Jährige mit krachenden Aufschlägen und präzisen Grundlinienschlägen.

Nachdem der erste Durchgang durch ein Break beim Stand von 6:5 an Becker ging, erhöhte Agassi den Druck und entschied den zweiten Durchgang im Tiebreak mit 7:4 für sich. Im dritten Satz wurde es dann aber deutlich ruhiger im Arthur Ashe Stadium. Becker dominierte den wohl auch unter den Nachwirkungen des Fünf-Satz-Krimis gegen den Zyprioten Marcos Baghdatis leidenden Agassi zunehmend und setzte sich mit 6:4 durch.

Auch Becker konnte sich nicht richtig freuen

Im vierten und schließlich letzten Satz der Profi-Karriere des Andre Agassi wurde der Kräfteverschleiß beim zweimaligen US-Open-Sieger immer offensichtlicher. Die Bewegungen wurden langsamer und der Druck in den Grundlinienschlägen ließ nach. Zwar hielt der gute Service Agassi lange im Satz und beim Stand von 5:4 vergab er eine Breakchance. Das anschließende Aufschlagspiel sicherte sich dann aber Becker, der bei eigenem Service nichts mehr anbrennen ließ. Nach einer Spielzeit von knapp über drei Stunden beendete Becker das Match mit einem As. Wirklich jubeln konnte Becker aber nicht.

(tso/ddp)

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