Tennis : Aus für Haas in Paris

Thomas Haas hat wie im Vorjahr das Achtelfinale der French Open verpasst und ist von dem 19 Jahre alten Novak Djokovic aus Serbien-Montenegro teilweise vorgeführt worden. Anna-Lena Grönefeld steht dagegen erstmals in einem Grand-Slam-Achtelfinale.

Paris - Der Hamburger Tennisprofi Thomas Haas verlor am Samstag gegen den jüngsten im Feld verbliebenen Spieler 5:7, 1:6, 6:7 (4:7). Damit hat keiner der acht gestarteten deutschen Herren die dritte Runde von Roland Garros überstanden. Dagegen steht Anna-Lena Grönefeld an ihrem 21. Geburtstag am Sonntag zum ersten Mal in ihrer Karriere in einem Grand-Slam-Achtelfinale.

Gegen den in der Weltrangliste auf Position 63 notierten Djokovic konnte der fast 40 Plätze höher eingestufte Haas zwar zu Beginn und am Ende des Matchs mithalten. Doch nach den Erfolgen gegen seine Freunde Rainer Schüttler und Alexander Waske in den ersten beiden Runden fand der 28-Jährige in den entscheidenden Momenten gegen die druckvolle Spielweise des Belgraders kein Gegenmittel. Djokovic trifft in seinem ersten Grand-Slam-Achtelfinale am Montag auf James Blake aus den USA oder den Franzosen Gael Monfils.

Erfolg für Grönefeld

Anna-Lena Grönefeld setzte sich überraschend deutlich 6:2, 7:6 (7:2) gegen die Russin Maria Kirilenko durch und trifft in der Runde der letzten 16 auf Gisela Dulko aus Argentinien. Auch Titelverteidigerin Justine Henin-Hardenne und die in Paris an Nummer zwei gesetzte Kim Clijsters aus Belgien, Martina Hingis aus der Schweiz, die Israelin Shahar Peer, Anastasia Myskina aus Russland und die Slowakin Daniela Hantuchova zogen am Samstag ins Achtelfinale der French Open ein.

«Ich bin sehr stolz darauf, endlich einmal über die dritte Runde hinausgekommen zu sein», sagte Grönefeld. Drei Jahre nach ihrem Turniersieg in der Junioren-Konkurrenz von Roland Garros scheint jetzt gegen die an Nummer 32 gesetzte Dulko sogar das Viertelfinale zum Greifen nah. «Das ist eine große Gelegenheit für mich und wäre ein weiterer Schritt nach vorne», sagte die deutsche Nummer eins.

Gerade einmal 87 Minuten hatte die Nordhornerin für den bislang größten Erfolg ihrer Laufbahn gebraucht und vor allem im ersten Satz eine eindrucksvolle Demonstration ihrer Fähigkeiten geliefert. Mit ihrem aggressiven und variablen Spiel setzte sie die 19 Jahre alte Kirilenko permanent unter Druck und ließ sich auch von einer kurzen Schwächephase zu Beginn des zweiten Satzes nicht aus der Ruhe bringen. «Da habe ich mich noch einmal reingebissen», sagte sie nach der zweiten gelungenen Revanche innerhalb von 24 Stunden. Noch im Herbst 2005 hatte sie das Finale des WTA-Turniers in Peking gegen Kirilenko verloren. Am Freitag war ihr zudem die Wiedergutmachung für die Fedcup-Niederlage gegen Jamea Jackson aus den USA gelungen. (Von Wolfgang Müller, dpa)

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