Tennis : Aus für Kiefer und Kohlschreiber in Cincinnati

Das ATP-Masters-Turnier in Cincinnati geht ohne deutsche Tennisprofis weiter. Aber auch zwei Top-Favoriten sind aus dem Rennen.

Kiefer
Ohne deutsche Beteiligung. In Cincinnati sind Nicolas Kiefer und Philipp Kohlschreiber ausgeschieden. -Foto: AFP

Cincinnati/Boston Am Mittwoch, dem "Tag der Überraschungen", sind mit Nicolas Kiefer und Philipp Kohlschreiber die beiden letzten der insgesamt fünf gestarteten Deutschen ausgeschieden - und mit Rafael Nadal und Novak Djokovic heiße Sieganwärter.

Der Hannoveraner Kiefer unterlag auf dem Centre Court in seinem Zweitrunden-Spiel dem an Nummer neun gesetzten US-Amerikaner James Blake nach 76 Minuten mit 4:6, 4:6. Kohlschreiber verlor sein Zweitrunden-Match gegen den argentinischen Qualifikanten Juan Martin Del Potro mit 1:6, 6:2, 4:6.

Verletzungspech für Nadal

Weitaus überraschender als das Scheitern des deutschen Duos kam jedoch das Aus für Nadal und Djokovic. Der Serbe verlor ebenso sensationell mit 4:6, 1:6 gegen den Spanier Carlos Moya, wie er noch drei Tage zuvor das Finale des ATP-Masters in Montréal gegen Branchen-Primus Roger Federer gewonnen hatte. Der Weltranglisten-Zweite Nadal wurde, wie schon zu Jahresbeginn beim Turnier in Sydney, von einer Armverletzung gestoppt. Gegen den Argentinier Juan Monaco musste der 21-jährige Spanier beim Stand von 6:7 (5:7), 1:4 wegen Schmerzen aufgeben. Bereits nach dem verlorenen Tie-Break ließ sich Nadal behandeln.

Eher mentale Schmerzen hatte Kohlschreiber nach seiner knappen Dreisatz-Niederlage gegen Juan Martin Del Potro. "Ich habe gekämpft wie verrückt, konnte aber leider meine Breakchancen nicht nutzen", meinte der 23-Jährige. Gemeint waren seine beiden Breakbälle im dritten Satz, die er bei einer 4:3-Führung vergab, so dass Del Potro zum 4:4 ausgleichen konnte. Anschließend nahm die Nummer 78 der Weltrangliste dem Deutschen den Aufschlag ab und nutzte diesen Vorteil nach 1:45 Stunde zum Sieg.

Kiefer selbstbewusst nach Flushing Meadows

"Ich denke, dass ich gerade im dritten Satz der bessere Spieler war und er letztlich unverdient gewonnen hat", sagte Kohlschreiber, der sich jetzt in Deutschland auf die am 27. August beginnenden US Open vorbereiten will. "Ich fliege bewusst heim, um etwas auszuspannen. Hier in Amerika fällt mir einfach die Decke auf den Kopf. Ich denke, es macht mehr Sinn, wenn ich frisch erholt von Deutschland aus nach New York reise", betonte der Bayer.

Selbstbewusst reist Kiefer nach Flushing Meadows. "Dafür, dass ich erst seit zwei Monaten wieder spiele, sieht es schon ganz gut aus. Und darauf kann ich Richtung US Open aufbauen", erklärte der 30- Jährige, der viel Positives aus seiner Zweisatz-Niederlage gegen Blake zog. Kiefer gab in beiden Sätzen beim Stand von 3:3 sein Service ab und ließ anschließend zahlreiche Chancen zum Re-Break ungenutzt. Letztlich sei Blake in zwei, drei Situationen besser gewesen, resümierte Kiefer. "Vielleicht lag es daran, dass ich noch nicht wieder so viele Matches gespielt habe. Trotzdem war es wieder eine Steigerung, die mich zuversichtlich stimmt." (mit dpa)

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