Sport : Tennis Borussia braucht einen Sieg über Offenbach

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So schlecht kann es um das Verhältnis des Zweitligisten Tennis Borussia zur Presse nicht bestellt sein. Zwar gibt Trainer Winfried Schäfer interessanterweise Presseberichten die Schuld daran, dass es den kurzzeitigen Trainingsgast Emmanuel Ebiede aus Nigeria nun wohl zum spanischen Tabellendritten Rayo Vallecano zieht. Doch dafür bietet Pressesprecher Daniel Gäsche den Journalisten künftig einen Statistik-Service an. "Da stehen die wichtigsten Daten drinn", verkündete Gäsche auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen die Offenbacher Kickers im Mommsenstadion (Sonntag, 15 Uhr), "auch eine Fieberkurve ist dabei."

Im Falle von Tennis Borussia kann man sich allerdings eine Fieberkurve ersparen. Die Temperatur beim selbst ernannten Aufstiegsfavoriten ist in dieser Saison generell hitzig. Da ist, nur um Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit zu nehmen, die Rangelei von Marko Tredup und Abderrahim Ouakili in der Umkleidekabine oder der Ärger um Sasa Ciric, der in Mannheim (0:0) einen äußerst lustlosen Eindruck hinterließ. Wenn es jedoch nach Schäfer geht, so läuft sein Team auf Normaltemperatur. "Das ist in jeder Kabine so", sagt der Trainer über die Handgreiflichkeit zwischen Tredup und Ouakili, "das Schlimme daran ist nur, dass so etwas nach draußen dringt." Auch der Problemfall Ciric ist für ihn keiner. "Er steht 100 Prozent hinter TeBe und will mit uns aufsteigen."

Am Sonntag allerdings nur von der Ersatzbank aus, weil der Trainer im Sturm auf Kirjakow und Rösler setzt. Für den gesperrten Suchoparek soll Matthias Hamann den Libero geben. Nach zwei Punkten aus drei Spielen steht TeBe in der Pflicht, einen Sieg zu landen. Bei einer geringeren Punkteausbeute dürfte sich die Befindlichkeit bei Tennis Borussia abseits des Spielfeldes in aufsteigender Hitze äußern.

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