Sport : Tennis Borussia, mehr als nur Fußball (Kommentar)

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Auf der Frontscheibe seines Mannschaftsbusses hat der Fußball-Zweitligist Tennis Borussia mit weißen Buchstaben einen Satz geklebt, der als Motto für die laufende Saison gelten darf: Tennis Borussia - mehr als nur Fußball. Dieses Programm setzen die Berliner inzwischen perfekt in die Tat um. Schon in der Vorrunde trat der Fußballsport in den Hintergrund und das Chaos hinter den Kulissen beherrschte die Schlagzeilen. Nach dem 0:4-Debakel gegen Bochum kann der Tabellensiebte endgültig seine Erstliga-Ambitionen begraben und sich auf Fragen konzentrieren, die nicht auf dem Rasen beantwortet werden. Erstens: Wie lange bleibt Trainer Winfried Schäfer noch? Zweitens: Wie lange lassen sich die Anleger der Göttinger Gruppe den Misserfolg gefallen?

Frage Nummer eins muss der Vorstandsvorsitzende Erwin Zacharias noch vor dem Start der neuen Zweitligasaison lösen, sonst droht das Scheitern des Projekts Tennis Borussia. Schäfer ist es trotz zahlreicher Suspendierungen nicht gelungen, seine Spieler zu disziplinieren und Ordnung in eine Mannschaft zu bringen, die keine ist. Frage Nummer zwei wird akuter. Im Vorstand der Göttinger Gruppe wird das Unternehmen TeBe immer kritischer gesehen. In der neuen Saison springt bereits ein Kosponsor ab. Damit der 26-Millionen-Etat der kommenden Saison nicht nur von der Göttinger Gruppe aufgebracht wird, erwägt das Finanzkonglomerat bereits, die Trikotwerbung für einen Sponsor freizugeben. Schon werden erste Überlegungen angestellt, was denn passiert, wenn denn die Göttinger Gruppe aussteigt bei Tennis Borussia.

Tennis Borussia? Ach, wenn es doch nur Fußball wäre.

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