Sport : Tennis Borussia: Neue Männer braucht TeBe

Karsten Doneck

Ein Verein im Umbruch: Präsident Erwin Zacharias ist schon zurückgetreten, der Geldgeber, die Göttinger Gruppe, steigt am 30. Juni aus. Doch die Veränderungen beim Noch-Fußball-Regionalligisten Tennis Borussia gehen munter weiter. Vor allem der Aufsichtsrat, der auch im sehr wahrscheinlichen Falle des Abstiegs als Vereinsgremium in der Oberliga fortbestehen soll, muss sich nach neuem Personal umsehen. "Der Aufsichtsrat sollte sich mehr aus jungen Leuten zusammensetzen", meint Heinz Pietzsch. Er selbst will sich aus dem dreiköpfigen Gremium verabschieden und in Zukunft nur noch als Ehrenpräsident Einfluss auf das Vereinsgeschehen nehmen. "Da kann ich vielleicht mehr bewirken", sagt er.

Jürgen Rinnewitz, Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vertreter der Göttinger Gruppe, wird - nach Einschätzung von Heinz Pietzsch - "wenn alles erledigt ist, ebenfalls ausscheiden". Bleibt aus diesem Gremium für den Neuanfang nur noch einer übrig: Jörg Henschel. Laut Auskunft von Pietzsch würde TeBe aber wenig Schwierigkeiten haben, die beiden freien Stühle im Aufsichtsrat neu zu besetzen.

Mehr Kopfzerbrechen bereitet die Frage, wer neuer Präsident wird. Dabei weist das Anforderungsprofil an den künftigen ersten Mann im Verein nicht gerade auf einen Dukatenesel hin. "Es wird keinen Präsidenten geben, der gleich drei Millionen Mark mitbringt", sagt Pietzsch. "Wir wollen uns nicht mehr in eine einzige Abhängigkeit begeben." Indes sieht Pietzsch Anzeichen dafür, dass Vorstandsmitglied Michael Plassmann, einst von der Göttinger Gruppe zur Mitarbeit bei TeBe bewegt, "wohl bleiben wird". Pietzsch lobt Plassman: "Er ist unglaublich am Arbeiten."

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