Sport : Tennis: "Der DTB hört nicht auf mich"

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Sie haben gesagt, es sei schwer, im deutschen Tennis nach Becker, Graf und Stich zu spielen. Haben Sie sich in den letzten Monaten ungerecht behandelt gefühlt?

Man darf nicht mehr an Becker, Stich und Graf denken. Sie hatten ihre Erfolge. Aber das muss man abhaken. Jetzt gibt es eine neue Generation.

Sie leben seit langem im Ausland. Wie schwer ist es da, überhaupt eine Beziehung zu Deutschland zu haben?

In Florida habe ich beste Trainingsmöglichkeiten und sehr gute Trainingspartner. Davis-Cup für Deutschland, das war immer etwas Besonderes für mich. Ich brauche die Unterstützung des Publikums, die in Deutschland natürlich viel größer ist, obwohl ich bei Turnieren nicht immer mein bestes Tennis gespielt habe.

Werden Sie denn im Davis-Cup gegen Kroatien im Februar spielen.

Ich habe es vor. Aber wir werden sehen.

Wovon ist Ihre Entscheidung abhängig?

Das hängt vom DTB und vom neuen Teamchef ab. Wir haben ein gutes Team und können viel erreichen.

Online-Gaming Spiel, Satz und Sieg: Der Pong-Klon von meinberlin.de Das klingt nicht euphorisch?

Ich wäre froh, wenn es mehr Kontakt gäbe zum DTB. Sie könnten auch mal uns Spieler fragen, wen wir gerne als Teamchef hätten. Es läuft da vieles im DTB im Hintergrund, was uns Spieler nervt. Warten wir also ab. Vielleicht macht es ja Stich. Wir haben ja keine große Eile, das Spiel ist im Februar. Ich lasse mich von Herrn von Waldenfels nicht länger an der Nase herumführen. Der DTB geht auf meine Vorschläge nicht ein, seit Monaten hat sich keiner bei mir gemeldet. Ich muss mir ernsthaft überlegen, ob ich unter diesen Bedingungen und unter dieser Führung noch Daviscup spiele.

DTB-Präsident Georg von Waldenfels klagte, Sie seien schwer erreichbar, er war übrigens hier in Stuttgart.

Ich habe auch gehört, dass er hier war. Das wäre eine Gelegenheit gewesen, ein Gespräch zu führen. Irgendwann kriegen wir das sicher auf die Reihe. Abgesehen davon, weiß er immer, wo ich zu erreichen bin, wenn er die Turniermeldungen anschaut.

In Stuttgart haben Sie sich oft durch die Spiele kämpfen müssen und meist mussten Sie einen Rückstand aufholen. War das Turnier ein Spiegelbild der letzten Monate?

Ich habe in den letzten Wochen vielleicht das beste Tennis meiner Karriere gespielt, bin reifer und erfahrener geworden. Wenn man merkt, dass man aufholen und gewinnen kann, gibt das viel Selbstvertrauen. Die letzten Tage waren sehr aufregend.

Letztes Jahr und nach dem Zwischenhoch zu Beginn des Jahres schienen Sie in Schwierigkeiten zu stecken. Jetzt diese triumphale Rückkehr.

Ich hatte ein paar Probleme und habe ein paarmal die Trainer gewechselt. Hinzu kam die Verletzung. Um Wimbledon herum habe ich wirklich gezweifelt, was aus mir werden soll. Seitdem ich zurück bin im Trainingscamp von Nick Bollettieri habe ich die Vergangenheit gelöscht. Das hat geholfen. Mit dem Sieg hier in Stuttgart ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Jetzt noch das Masters in Sydney zu erreichen wäre der nächste. Aber noch ist es nicht so weit, obwohl ich auf Position sieben stehe.

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