Sport : Tennis: Düpiert: Nach Barbara Rittners Niederlage steht es beim Fedcup 1:1

Die deutsche Tennis-Nationalmannschaft muss um den Einzug ins Fedcup-Finale fürchten. In den beiden Auftakteinzeln gegen Argentinien kamen Anke Huber und Barbara Rittner in Hamburg nur zu einem 1:1. Zwar erledigte die Nummer eins aus Karlsdorf ihre Pflicht beim 4:6, 6:2, 6:1 gegen Maria-Emilia Salerni, doch die Leverkusenerin Barbara Rittner konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen und unterlag vor 2000 Zuschauern auf dem nur spärlich besetzten Centre Court der Topspielerin der Gäste, Paola Suarez, mit 6:3, 3:6, 2:6.

Die Entscheidung, wer zum Fedcup-Finale Anfang November nach Madrid fahren darf, wird heute (Beginn 11 Uhr/DSF) fallen. Dann trifft Anke Huber im Spitzenspiel auf Paola Suarez; anschließend spielt Barbara Rittner gegen Maria-Emilia Salerni. Den Abschluss am Rothenbaum bildet das Doppel zwischen Huber/Rittner und Suarez/Laura Montalvo.

"Ich war ganz schön nervös", bekannte Anke Huber nach ihrem Auftaktsieg, der weit schwieriger war, als es das Ergebnis vermuten lässt. Nach einem ordentlichen Start fühlte sich die 26-Jährige zu sicher. "Und dann bin ich hektisch geworden", übte sie schonungslos Selbstkritik. Nach dem ersten Tiefschlag raffte sich die beste deutsche Spielerin der Nach-Graf-Ära aber auf, spielte weit aggressiver und sagte letztlich: "Ich bin zufrieden, dass ich das Match noch umgebogen habe. Ärgerlich nur, dass ich so viele unnötige Fehler gemacht habe."

Mit dem 1:0 im Rücken trumpfte Barbara Rittner zunächst mutig auf und spielte ihre auf Platz 24 der Weltrangliste 26 Ränge besser postierte Kontrahentin förmlich an die Wand. Wer aber an einen glatten Durchmarsch geglaubt hatte, sah sich getäuscht. Paola Suarez kämpfte sich zurück ins Match und düpierte die nun immer fehlerhafter spielende Leverkusenerin. Kapitän Markus Schur musste dem Treiben machtlos zuschauen. Seine Entscheidung, die 28-Jährige statt der zehn Jahre jüngeren Bianka Lamade aufzubieten, zahlte sich nicht aus. Die größere Erfahrung konnte die spielerischen Nachteile nicht ausgleichen.

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