Sport : Tennis: Enttäuscht in New York

Lisicki und Görges bei US Open schon raus.

New York - Auch eine fast dreistündige Regenpause hat die deutschen Fed-Cup-Spielerinnen Sabine Lisicki und Julia Görges nicht mehr retten können. Völlig unerwartet scheiterten die an Nummer 16 gesetzte Lisicki und die an Position 18 eingestufte Görges bei den US Open schon an ihren Erstrunden-Hürden. Lisicki musste sich am Montag der Rumänin Sorana Cirstea mit 6:4, 2:6, 2:6 geschlagen geben. Die 22-Jährige kassierte beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres damit die vierte Pleite im vierten Vergleich mit Cirstea. Görges unterlag Kristyna Pliskova aus Tschechien erschreckend deutlich mit 6:7 (4:7), 1:6.

Wie schon in den vorherigen Tennis-Duellen fand Lisicki keine Mittel gegen Cirstea. Die Berlinerin machte ungewohnt viele leichte Fehler, ihr sonst so gefürchteter Aufschlag ließ sie zu oft im Stich. Symptomatisch, dass sie mit einem Doppelfehler das Match beendete.

Nur wenige Minuten zuvor musste sich die nicht minder indisponierte Görges vor den Augen von Bundestrainerin Barbara Rittner nach einer ebenfalls schwachen Leistung der international unbekannten Pliskova geschlagen geben.

In der Warteschleife hing zunächst auch Florian Mayer. Auf dem Spielplan am ersten Tag des mit 25,526 Millionen Dollar dotierten Grand-Slam-Spektakels in Flushing Meadows stand noch dessen Erstrunden-Aufgabe gegen den Amerikaner Jack Sock. Zuvor schon allerdings hatte sich der Bayreuther in der Olympia-Debatte zu Wort gemeldet und die Kritik an seiner Person wegen seiner Absage zurückgewiesen.

„Ich finde, Kritik ist absolut berechtigt, wenn ich schlecht spiele“, sagte der 28-Jährige. „Aber dieses Mal fand ich es sehr ungerecht.“ Er habe bereits vor Wimbledon für die Olympischen Spiele in London abgesagt, betonte er. „Und ich hatte auch keine wirkliche Medaillenchance für mich gesehen. Ich war ehrlich.“ Der Olympia-Verzicht Mayers hatte massive Kritik hervorgerufen, unter anderen von Boris Becker, Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen und auch DTB-Präsident Karl-Georg Altenburg. dpa

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