Tennis : Haas scheitert im Viertelfinale

Tommy Haas hat bei seinem Heim-Turnier am Rothenbaum den Einzug ins Halbfinale verpasst.

Tommy Haas hat die angekündigte Revanche verpasst und ist beim Heim-Tennisturnier am Rothenbaum zur Enttäuschung seiner vielen Fans bereits im Viertelfinale gescheitert. Eine Woche nach der Niederlage in Stuttgart musste sich der gebürtige Hamburger am Freitag in der Hansestadt in der Runde der letzten Acht dem Italiener Fabio Fognini erneut mit 2:6, 4:6 geschlagen geben. An Stelle des 35 Jahre alten Vorjahresfinalisten trifft nun dessen neuer Angstgegner am Samstag in der Vorschlussrunde auf den Spanier Nicolas Almagro, der sich gegen Vorjahressieger Juan Monaco (Argentinien) 4:6, 6:0, 6:3 durchsetzte. Alle 7 500 Tickets sind schon verkauft, viele Fans hatten aber auf einen erneuten Haas-Feiertag gehofft.

Einen Tag nach seinem überzeugenden Auftritt gegen Carlos Berlocq (Argentinier) stand der Deutsche beim erneuten Aufeinandertreffen mit dem Stuttgart-Sieger von Anfang an auf verlorenem Posten. Trotz aller Anfeuerungsrufe aus dem Publikum gab er gleich sein zweites Aufschlagsspiel ab. Beim Stand von 2:4 begann der mit seinem Spiel selbst unzufriedene Deutsche mit dem für ihn typischen Fluchen - und kassierte nach einem Doppelfehler prompt das nächste Break. Nach 33 Minuten war der erste Satz weg. Beinahe symptomatisch: Haas könnte in dieser wichtigen Phase vier Breakbälle nicht nutzen, Fognini hingegen nutzte gleich seinen ersten Satzball zum 6:2.

Haas bäumte sich im zweiten Durchgang auf, doch der neun Jahre jüngere Italiener hatte bei sommerlichen Temperaturen oft die bessere Antwort parat. Erneut nahm der Weltranglisten-25. dem in der ATP-Liste um 14 Positionen besser platzierten Wahl-Amerikaner dessen zweites Aufschlagsspiel ab. Während Haas zu oft mit sich selbst zu tun hatte, reichlich Fehler produzierte und sogar einen Schläger zertrümmerte, zog Fognini sein Spiel meist konsequent durch.

Mit seinem ersten Break nach genau einer Stunde war Haas aber beim 3:3 plötzlich wieder im Spiel. Auf einmal traf er die Bälle besser und brachte Fognini erstmals in Bedrängnis. Der aber schlug eiskalt zurück. Er schaffte das Re-Break zum 5:4 und brachte anschließend seinen Aufschlag sicher durch. (dpa)

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