Tennis : Hingis startet Comeback

Die frühere Weltranglistenerste Martina Hingis kehrt ins Profi-Tennis zurück. Sie werde an den Australian Open in Melbourne teilnehmen, meldeten die Organisatoren des ersten Grand-Slam-Turniers 2006.

Melbourne - «Ich liebe das Spiel. Ich habe nun drei Jahre keine Wettkämpfe bestritten, liebe aber genau diese Wettkämpfe und die Herausforderung», sagte Martina Hingis kürzlich zum Motiv ihrer Rückkehr.

Zur Vorbereitung auf den ersten Saisonhöhepunkt wird die Schweizerin, die nach über dreijähriger Pause auf der WTA-Tour ihr Comeback startet, nach dem Turnier in Brisbane auch in Sydney antreten. An allen drei Orten erhält die 25-Jährige eine Wildcard.

Australien gehörte stets zu den bevorzugten Spiel-Orten von Martina Hingis. Zwischen 1997 und 2002 stand sie sechsmal hintereinander im Finale der Australian Open und gewann dreimal (1997, 1998 und 1999). In Sydney siegte Hingis ebenfalls dreimal (1997, 2001 und 2002).

Wegen andauernder Fersen- und Knöchelverletzungen hatte die ehemalige Weltranglistenerste und Gewinnerin von fünf Grand-Slam- Turnieren ihre Karriere im Oktober 2002 beenden müssen. Inzwischen sei ihr Gesundheitszustand zufrieden stellend, sagte kürzlich ihr langjähriger Arzt Heinz Bühlmann. «Die beiden Knöchelverletzungen sind kein Thema mehr. Bei den chronischen Entzündungen muss man aber weiter aufpassen.» Erste Praxis nach der erzwungenen Pause hat die Schweizerin im Sommer bei einem erfolgreichen Abstecher in das US- Teamtennis gewonnen.

Martina Hingis hatte 1997 Steffi Graf als Weltbeste abgelöst, mit 16 Jahren und als bisher jüngste Nummer 1. Die führende Weltranglisten-Position hatte die Schweizerin über 209 Wochen inne. Sie gewann insgesamt 40 Einzeltitel, darunter neben den Australian Open jeweils ein Mal die US Open und Wimbledon. Ihr Karriere-Preisgeld steht bei 18,3 Millionen Dollar (15,6 Millionen Euro). Auch in Zukunft soll sie von ihrer Mutter Melanie Molitor trainiert werden. Wegen ihrer erfolgreichen Vergangenheit kann sie bei der WTA einen Sonderstatus mit vielen Wildcards beanspruchen. (tso/dpa)

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