Tennis : Kein Rasenturnier in Hamburg

In naher Zukunft wird es kein Rasenturnier am Hamburger Rothenbaum geben. Der Deutsche Tennis Bund hat eine entsprechende Bewerbung bei der ATP zurückgezogen. Grund: Mit Vertragspartner Michael Stich als Veranstalter des Rasenturniers in Hamburg gab es dazu keine Einigung.

Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hat seine Bewerbung um die Ausrichtung eines Rasenturniers am Hamburger Rothenbaum bei der Spielervereinigung ATP zurückgezogen. „In Gesprächen mit unserem Vertragspartner Michael Stich war kein Ansatz für eine einvernehmliche Lösung erkennbar“, begründete DTB-Chef Karl-Georg Altenburg in einer am Mittwoch verbreiteten Pressemitteilung die Entscheidung des DTB-Präsidiums. Man stehe zu seinen Verträgen, „deshalb können wir unsere Bewerbung ohne die Unterstützung des Partners nicht aufrechterhalten“, so Altenburg. Stattdessen will der DTB nun die Bemühungen des zweiten Bewerbers Stuttgart unterstützen.

Nach den bisherigen DTB-Plänen sollte die Rasen-Veranstaltung in der Hansestadt das traditionelle Sandplatzturnier auf der Anlage am Rothenbaum ersetzen. Allerdings war die Bewerbung bei der ATP unter einem Einigungsvorbehalt mit Stich abgegeben worden. Der ehemalige Wimbledonsieger veranstaltet derzeit das Turnier in der Hansestadt. Und die Lizenz der ATP für Hamburg läuft noch bis zum Jahr 2018.

Auslöser der Bewerbung waren Änderungen im Tennis-Rahmenkalender. Das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon soll von 2015 an eine Woche später stattfinden. Damit bleibt weniger Zeit bis zu den US Open, womit die Zukunft einiger Sandplatzturniere - darunter möglicherweise auch Hamburg - gefährdet sein könnte.

Deshalb sollen die nur noch zur zweiten Kategorie zählenden einstigen German Open künftig wie das Turnier in Halle/Westfallen noch vor Wimbledon stattfinden. Der DTB hatte sich von einem Rasenturnier in Hamburg im Juni statt Juli und damit vor den dortigen Sommerferien ein größeres Zuschauerinteresse erhofft. Möglicherweise lassen sich diese Vorstellungen nun in Stuttgart in die Tat umsetzen. (dpa)

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