Tennis : Kohlschreiber im Halbfinale von Halle

Der Augsburger Philipp Kohlschreiber hat in beeindruckender Manier beim Rasen-Tennisturnier im westfälischen Halle das Halbfinale erreicht.

Ulli Brünger[dpa]
Philipp Kohlschreiber
Philipp Kohlschreiber jubelt -Foto: dpa

Halle/WestfalenDer 23 Jahre alte Daviscup-Spieler Kohlschreiber, der im April in München seinen ersten Titel gewonnen hat, besiegte im Viertelfinale den starken Amerikaner James Blake in 1:11 Stunden mit 6:4, 6:3. Mit dem Sieg über den Weltranglisten-Achten bestätigte er auch auf Gras seine blendende Form. Im Halbfinale der 15. Gerry Weber Open könnte Kohlschreiber am Samstag auf seinen deutschen Kollegen Florian Mayer treffen, der auf den Wimbledon-Halfinalisten von 2006, Marcos Baghdatis aus Zypern, traf.

Auch der Finne Jarkko Nieminen steht beim mit 680.250 Euro dotierten "Klein-Wimbledon" zum ersten Mal in der Vorschlussrunde. Der 25-Jährige, der in der Bundesliga für Blau-Weiß Halle spielt, profitierte von der Aufgabe seines Gegners Marc Gicquel, der nach dem mit 4:6 verlorenem ersten Satz nicht mehr weiterspielen konnte. "Mir ging es sehr schlecht. Ich hatte schon gestern Abend Magenprobleme, musste mich übergeben", erläuterte der 30-jährige Franzose, der in diesem Jahr ebenfalls für Halle in der Bundesliga aufschlagen wird, nach der unglücklichen Niederlage gegen seinen neuen Clubkollegen.

Nieminen gegen Berdych

Am Abend zuvor hatte Gicquel im Achtelfinale noch Benjamin Becker ausgeschaltet. Nachdem er von einem harten Aufschlag Beckers in den Unterleib getroffen worden war, musste er länger behandelt werden. Ob ein Zusammenhang mit seinem Problemen am Freitag besteht, konnte der Franzose nicht genau sagen. "Ich weiß nicht, es könnte sein. Fest steht, dass ich nicht in der Lage gewesen wäre, noch zwei Sätze zu gewinnen. Hätte ich den ersten Durchgang für mich entschieden, hätte ich wahrscheinlich weiter gemacht. So ist es schade für mich und die Zuschauer, aber es ging einfach nicht", entschuldigte sich Gicquel.

Linkshänder Nieminen hätte lieber regulär gewonnen. «Es tut mir Leid für ihn. Aber ich habe schon gemerkt, dass er sich nicht so gut bewegte», meinte der Weltranglisten-22., der am Samstag gegen den Turnierfavoriten und Vorjahres-Finalisten Tomas Berdych aus Tschechien um den Einzug ins Finale kämpft. "Er hat viel Selbstvertrauen. Dennoch denke ich, dass ich eine Chance habe", sagte Nieminen.

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