Tennis : Kohlschreiber und Zverev scheitern in Hamburg

Für die deutschen Tennisspieler Kohlschreiber und Zverev war im Halbfinale von Hamburg Schluss. Die Zuschauer verabschiedeten den 17-jährigen Zverev mit Standing Ovations vom Rothenbaum.

Die deutschen Tennisprofis Philipp Kohlschreiber und Alexander Zverev sind im Halbfinale des ATP-Turniers in Hamburg ausgeschieden. Der 30-jährige Augsburger Kohlschreiber unterlag dem Argentinier Leonardo Mayer am Samstag mit 5:7, 4:6. Die Nummer 26 der Weltrangliste war schon im ersten Satz umgeknickt, konnte aber nach einer Behandlungspause weiterspielen. Der 17-jährige Zverev hatte beim 0:6, 1:6 gegen den topgesetzten Spanier David Ferrer in seinem ersten ATP-Halbfinale keine Chance. Das einseitige Match auf dem mit 7500 Zuschauern ausverkauften Centre Court dauerte nur 55 Minuten.

Bei 30 Grad boten Kohlschreiber und Mayer den Fans am Rothenbaum eine gute Partie, in der der Davis-Cup-Spieler aber den erstmaligen Finaleinzug in der Hansestadt verpasste. „Ich bin enttäuscht, aber in ein paar Tagen freue ich mich über die gute Woche“, sagte Kohlschreiber. Von einem Physiotherapeuten ließ er sich im ersten Satz den Fuß tapen, nachdem er bei einem Ausfallschritt unglücklich weggerutscht war. „Ich bin hängengeblieben und wollte verhindern, dass der Knöchel anschwillt“, sagte der Bayer.

In drei Sandplatzduellen gegen Mayer zog er immer den Kürzeren. „Er hat verdient gewonnen. Er ist kein Angstgegner, aber ich habe mich schwergetan, seinen Aufschlag zu lesen“, sagte die Nummer 26 der Welt. Zwar gelang ihm in beiden Sätzen jeweils ein Rebreak, aber mehr war dann nicht drin. „Auch in Halle stand ich kurz vor dem Finale, aber dort hat es mehr wehgetan. Hier bin ich die ganze Zeit einem Rückstand hinterhergelaufen. Ich konnte mich nicht so entfalten und habe viele falsche Entscheidungen getroffen“, berichtete er.

Das zweite Halbfinale des mit 1,3 Millionen Euro dotierten Sandplatzturniers war eine klare Sache: Zverev konnte gegen den routinierten Ferrer wenig Gegenwehr leisten. Zwar feuerten die Zuschauer den Hamburger bei jedem Punktgewinn an, gegen die Nummer sieben der Welt war er aber mit seinem Latein am Ende. Nicht einmal mit seinen mehr als 200 Stundenkilometer schnellen Aufschlägen konnte er punkten.

Das eine oder andere Mal warf er aus Verzweiflung den Schläger auf den Boden. „Es war mein erstes Spiel gegen einen Top-Ten-Spieler, das ist etwas ganz anderes. Er war zu gut für mich“, sagte Zverev. Aber er sei noch immer stolz auf die gezeigten Leistungen. „Ich habe mich in dieses Turnier richtig reingekämpft, nun spiele ich konstant“, sagte Ferrer, der seinen Gegner lobte: „Sein Spiel ist beeindruckend, er wird einmal ein Top-Ten-Spieler. Heute war er müde.“ dpa

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