Tennis : Kohlschreiber wirft Greul raus

Philipp Kohlschreiber hat durch einen Sieg über Landsmann Simon Greul das Achtelfinale in Stuttgart erreicht. In der nächsten Runde könnte er auf Rafael Nadal treffen, der aber zuvor Alexander Waske aus dem Rennen werfen müsste.

Kohlschreiber
"Es ist mein Traum, gegen Nadal zu spielen": Philipp Kohlschreiber bei seinem Erstrundensieg. -Foto: dpa

StuttgartPhilipp Kohlschreiber steht als erster deutscher Tennisprofi beim mit 642.750 Euro dotierten ATP-Turnier in Stuttgart im Achtelfinale und fiebert dem möglichen Match gegen den Spanier Rafael Nadal entgegen. Der Weltranglisten-37. aus Augsburg setzte sich nach nur 53 Minuten souverän mit 6:1, 6:2 gegen Simon Greul durch.

Der München-Sieger trifft nun auf den Gewinner der Partie zwischen dem an Nummer eins gesetzten Nadal und Alexander Waske. "Es ist mein Traum, hier in Deutschland gegen Nadal zu spielen. Es gibt einfach nichts Schöneres und ich habe da nichts zu verlieren", sagte Kohlschreiber, der den Weltranglisten-Zweiten und French-Open-Sieger als einen "Monsterbrocken" bezeichnete.

Canas muss mit Muskelkrämpfen aufgeben

Greul war mit einer Wildcard ins Hauptfeld des Mercedes Cups gekommen und fand kein Mittel gegen die präzisen Schläge Kohlschreibers. Die Nummer 140 in der Tenniswelt musste sich gleich sein erstes Aufschlagsspiel abnehmen lassen und hatte im Gegensatz zu seinem Kontrahenten eine viel zu große Streuung in seinen Bällen. Kohlschreiber stellte eindrucksvoll unter Beweis, "dass er momentan zu den Topleuten auf der Tour zählt", wie es Daviscup-Kapitän Patrik Kühnen formulierte. "Zu meinem Glück war es relativ einfach. Simon war vielleicht übermotiviert", meinte der Sieger.

In Benjamin Becker und Florian Mayer waren am Tag zuvor zwei andere deutsche Teilnehmer praktisch im Gleichschritt ausgeschieden. Beide unterlagen jeweils mit 3:6, 2:6 dem Kroaten Marin Cilic beziehungsweise dem Spanier Fernando Verdasco. Nach Verdascos Landsmann Tommy Rebredo hat sich in Guillermo Canas ein weiterer gesetzter Spieler verabschiedet: Wegen Muskelkrämpfen gab der Argentinier gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka beim Stande von 7:6 (7:5), 2:6 und 0:1 auf. (mit dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar