Tennis : Nadal wirft Waske aus dem Turnier

Rafael Nadal hat das Duell gegen Alexander Waske bei dem ATP-Turnier in Stuttgart für sich entschieden. Nun fordert Philipp Kohlschreiber den French-Open-Sieger heraus.

Nadal
Rafael Nadal ist auch von Alexander Waske nicht zu stoppen. -Foto: dpa

Stuttgart Philipp Kohlschreiber steht als einziger deutscher Tennisprofi beim mit 642.750 Euro dotierten ATP-Turnier in Stuttgart im Achtelfinale und fiebert dem Match gegen den spanischen Star Rafael Nadal entgegen. Der Weltranglisten-37. aus Augsburg setzte sich in der ersten Runde nach nur 53 Minuten souverän mit 6:1, 6:2 gegen Simon Greul durch. Der topgesetzte French-Open-Sieger und Wimbledon-Finalist Nadal ließ anschließend Alexander Waske keine Chance. Der Frankfurter musste sich nach 73 Minuten mit 1:6, 1:6 geschlagen geben.

"Es ist mein Traum, hier in Deutschland gegen Nadal zu spielen. Es gibt einfach nichts Schöneres und ich habe da nichts zu verlieren", sagte München-Sieger Kohlschreiber, der den Weltranglisten-Zweiten als einen "Monsterbrocken" bezeichnete. "Es wird bestimmt sehr unangenehm für mich. Aber vielleicht kann ich ihn ein bisschen ärgern."

Nadals beeindruckende Bilanz

Für Waske war es ein zweifelhaftes Vergnügen gegen Nadal anzutreten. Der 32-Jährige, der den Spanier 2005 in Halle auf Gras bezwungen hatte, stemmte sich vergeblich gegen die Niederlage. Nadal gelang bei seinem ersten Auftritt nach Wimbledon der 89. Sieg auf Sand im 90. Spiel hintereinander. Unterbrochen wurde die Serie nur durch die Finalniederlage im Mai in Hamburg gegen den Schweizer Roger Federer.

Greul war mit einer Wildcard ins Hauptfeld des Mercedes Cups gekommen und fand kein Mittel gegen die präzisen Schläge Kohlschreibers. Die Nummer 140 in der Tenniswelt musste sich gleich sein erstes Aufschlagsspiel abnehmen lassen. Er hatte im Gegensatz zu seinem Kontrahenten eine viel zu große Streuung in seinen Bällen. "Es war mein erstes großes Turnier nach meiner Verletzungspause, deshalb ist das kein Beinbruch", bilanzierte er nach dem "Gräuel"-Match.

Kohlschreiber stellte eindrucksvoll unter Beweis, "dass er momentan zu den Topleuten auf der Tour zählt", wie es Daviscup-Kapitän Patrik Kühnen formulierte. "Zu meinem Glück war es relativ einfach. Simon war vielleicht übermotiviert", meinte der Sieger. (mit dpa)

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