Sport : Tennis-Profi Kiefer beendet Karriere

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Hannover - Nicolas Kiefer hat seine Tennis-Karriere beendet. „Es ist Zeit, nach 15 Jahren einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen“, sagte Kiefer der „Welt“. In den vergangenen Wochen hatte der 33-Jährige, der seit dem Erstrunden-Aus in Wimbledon im Juni kein Match mehr auf der Tour bestritten hatte, immer wieder erwogen, seine Karriere wie Tommy Haas und Rainer Schüttler fortzusetzen. Vor ein paar Tagen jedoch fasste der der Weltranglisten-722. den Entschluss zum Aufhören.

Der Hauptgrund für die Entscheidung des Holzmindeners ist viereinhalb Monate alt und heißt Mabelle. „Wenn ich zuletzt unterwegs war, habe ich gespürt, was mir wirklich fehlte. Jeden Abend schlafe ich jetzt neben Mabelle, meiner Tochter, ein, jeden Morgen wache ich neben ihr auf. Das sind Momente, die ich nicht verpassen oder vermissen möchte“, sagte Kiefer.

Nach Junioren-Siegen 1995 in Melbourne und New York wurde Kiefer als Nachfolger von Boris Becker gehandelt. Ein großes Turnier gewann er aber nie, was auch am Verletzungspech lag. 2004 verlor er mit Rainer Schüttler das olympische Doppel-Finale trotz vier Matchbällen: „Das ärgert mich noch heute maßlos.“ Insgesamt gewann er sechs Einzelturniere, das letzte im Jahre 2000. Da erreichte er mit Position vier auch die beste Weltranglisten-Platzierung.

Dem Sport will Kiefer verbunden bleiben. Zunächst will er sein Sportmanagement-Studium abschließen, danach sei er für alles offen. „Es wird sich schon etwas Spannendes finden“, sagte Kiefer. dpa

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