Tennis : Südkorea will gegen Deutschland punkten

Südkorea geht als klarer Außenseiter in das Davis-Cup-Erstrundenspiel gegen Deutschland an diesem Wochenende in Braunschweig. Doch das Tennis-Team um den Führungsspieler Hyung-Taik Lee rechnet sich trotzdem Chancen aus.

Dirk Godder[dpa]

Seoul/BraunschweigDie Südkorianer gelten als schwer berechenbare Gegner. Ein Einzug in die zweite Runde des Davis-Cups am kommenden Wochenende in Braunschweig wäre für das Team um Kapitän Young-Dai Jeon der bislang größte Erfolg in der Tennisgeschichte des Landes. 1981 und 1987 nahmen die Koreaner  zwar am Davis-Cup teil, schieden aber bereits in der ersten Runde der Begegnungen aus.

Glaube an das Glück im Spiel

Obwohl die deutschen Spieler in der Rangliste vor den Koreanern stehen und in Braunschweig noch "der Heimvorteil der Deutschen dazu kommt", hofft Südkoreas Teamführer Young-Dai Jeon auf eine Chance. Im Sport, so  Jeon, gebe es immer wieder unerwartete Ergebnisse. "Unter Berücksichtigung spielentscheidender Faktoren, wie die Form der Spieler und die Mannschaftsharmonie glaube ich, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen können", so der Teamchef.

Durch eine gute Vorbereitung will die, auf internationaler Ebene höchstens zweitklassige Mannschaft, auch den Ausfall der Nummer zwei im Team, Kyu-Tae Im, wettmachen. Der Spieler ist aufgrund von Ephedrin-Dopings gesperrt. Für das Spiel gegen Deutschland trainierte das koreanische Team bereits in seiner Heimat auf Sandboden.

Das koreanische Team

Einer der seit über zehn Jahren besten koreanischen Tennisspieler,  Hyung-Taik Lee, ein 32-jährige Rechtshänder ist zugleich einer der bekanntesten Sportler des Landes, in dem sonst Baseball, Fußball, Basketball und Volleyball in der Beliebtheit der Massensportarten vor Tennis kommen. Der 1,80 Meter große Spieler qualifizierte sich 2000 zum ersten Mal für die US-Open. Damals schied er gegen Ex-Champion Pete Sampras in der vierten Runde aus.

Der 21-jährige Rechtshänder Woong-Sun Jun ist zweiter Spieler im Team hinter Lee. In Südkorea steht er für ein gutes Aufschlagsspiel und "Power-Tennis". Über die Grenzen seiner Heimat ist Lee, dessen beste Ranglistenplatzierung Nummer 339 war, kaum bekannt, doch der koreanische Tennisverband fördert jüngere Spieler aktiv. Bei Jun machte sich der Glaube an junge und  talentierte Spieler bezahlt: Er gewann vor zwei Jahren das Japan-Futures-Turnier. (dm/dpa)

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