Tennis : Überraschungs-Finale in Berlin

Die Dinara Safina und Jelena Dementjewa stehen sich an diesem Sonntag in einem rein russischen Finale der German Open gegenüber. Am Rothenbaum in Hamburg wird es für die deutsche Nummer 1, Philipp Kohlschreiber, schwierig.

Wolfgang Müller[dpa]
Safina
Dinara Safina beim Aufschlag. -Foto: ddp

Berlin/Hamburg Die 22 Jahre alte Safina setzte ihren beeindruckenden Siegeszug bei dem mit 870.000 Euro dotierten Sandplatz-Tennisturnier in Berlin auch im Halbfinale fort und ließ der Weißrussin Viktoria Asarenka bei ihrem klaren 6:4, 6:1-Erfolg im Steffi-Graf-Stadion keine Chance. Jelena Dementjewa bezwang vor den Augen des früheren deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker Titelverteidigerin Ana Ivanovic aus Serbien mit 6:2, 7:5.

Auf ihrem Weg ins Endspiel hatte die jüngere Schwester des ehemaligen Weltranglisten-Ersten Marat Safin überraschend die Nummer eins, Justine Henin (Belgien), und Serena Williams (USA) aus dem Rennen geworfen. Henin sagte nach dem Achtelfinal-Aus ihre Teilnahme am Turnier in Rom in der kommenden Woche ab. Sie sei müde und brauche "eine Erholungspause", teilten die Veranstalter mit. Wegen der späten Absage muss Henin eine Strafe von umgerechnet 13.000 Euro zahlen.

Glückwunsch-SMS für Safina

Wie schon in den ersten Turniertagen unterhielt die 1,82 Meter große Safina die Zuschauer auch am Samstag bestens mit ihrem extrem druckvollen Spiel - und ihren emotionalen Ausbrüchen, die man sonst nur von ihrem Bruder kennt. Der 28 Jahre alte und zweimalige Grand-Slam-Sieger, auf Position 79 der Rangliste abgerutscht, kämpft ebenfalls an diesem Sonntag im Finale der Qualifikation um den Einzug in das Hauptfeld für das Masters-Series-Turnier in Hamburg.

Bereits nach dem Coup gegen die Weltranglisten-Sechste Serena Wiliams hatte Safin seiner Schwester eine SMS geschickt mit den Worten: "Gut gemacht, Schwester". Im Finale gegen Dementjewa greift Safina nach ihrem sechsten Titel auf der WTA-Tour nach den Turniersiegen in Gold Coast/Australien (2007), Paris und Prag (2005), Palermo (2003) und Sopot (2002). "Damit hätte ich Anfang der Woche niemals gerechnet. Das ist jetzt schon eines der besten Turniere, das ich je gespielt habe", sagte Safina nach ihrem Endspiel-Einzug.

Für den Rothenbaum erwischte die deutsche Nummer eins, Philipp Kohlschreiber, ein unbequemes Los: Der Davis-Cup-Spieler aus Augsburg trifft zum Auftakt der mit 2,27 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung auf den Asche-Spezialisten Tommy Robredo. Der Weltranglisten-16. aus Spanien gewann vor zwei Jahren in Hamburg. (ae/dpa)

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