Tennis : Wie schlägt man Roger Federer?

Psychoterror, weibliche Reize, brachiale Gewalt: Gibt es ein Rezept, wie man Tennis-König Roger Federer besiegen kann? Boxweltmeister Wladimir Klitschko und andere Experten geben ein paar Tipps.

Andreas Bellinger[dpa]
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Ist Roger Federer nur mit ''unlauteren'' Mitteln zu stoppen? -Foto: dpa

New YorkEr ist der Mann der Superlative. Roger Federer hat bei den US Open seit dem 4. September 2003 nicht mehr verloren. Seit dem 2. Februar 2004 ist der fünfmalige Wimbledongewinner und elfmalige Grand-Slam-Sieger ohne Unterbrechung die Nummer eins der Tennis-Welt. Er hat rund 34 Millionen Dollar allein an Preisgeld kassiert und kann in Flushing Meadows mit dem vierten Triumph in Serie weitere 2,4 Millionen Dollar scheffeln. Der 26-Jährige aus der Schweiz ist ein Freund von Tiger Woods, und seine Freundin ist seit sieben Jahren die frühere Tennisspielerin Mirka Vavrinec. Das alles ist bekannt. Nicht bekannt aber ist: Wie schlägt man Roger Federer?

Einfach Federers Freundin küssen

"Vielleicht sollte man ihm eine Pille in den Drink mixen, damit er nicht auf den Court gehen kann. Das funktioniert normalerweise prächtig", meinte Boxweltmeister Wladimir Klitschko in einem nicht ganz ernst gemeinten Beitrag der "International Herald Tribune". Darin verriet der Schwergewichtler: "Ich glaube, man müsste versuchen, ihn psychologisch aus der Balance zu bringen. Man sollte das Hotelzimmer neben ihm buchen, ihm den Schlaf rauben und die Schläger klauen, so dass er nicht spielen kann. Oder man könnte seine Freundin küssen und ihn dadurch eifersüchtig und ärgerlich machen."

Die bildhübsche Jelena Jankovic, die als Weltranglisten-Dritte gerne etwas mehr von Federers Sieger-Genen hätte, würde furchtlos ihre Reize einsetzen. "Ich würde ein extrem kurzes Hemd anziehen und darauf hoffen, dass ihn das ablenkt und völlig aus der Ruhe bringt." Und wenn selbst das nicht hilft, könnte man ihm immer noch die Beine zusammenbinden.

Federer besiegen: Masterplan in fünf Schritten

Einen richtigen Masterplan hat Diego Ayala aufgestellt. Der 28-Jährige aus den USA gilt als profunder Kenner, seit er Federer 1996 bei einem Jugend-Turnier in Costa Rica geschlagen hat. "Ich habe ein Fehler-Prüfprogramm entwickelt, mit dem man es schaffen kann", sagt der heutige Coach. "Sie müssen nur diesen einfachen fünf Schritten folgen", behauptet Ayala.

1. Schritt: Finden Sie heraus, in welchem Restaurant er am Abend vor dem Match Essen geht und schütten sie ein paar Durchfall-Tropfen in sein Getränk.
2. Schritt: Verändern Sie die Zeit, zu der er geweckt werden will und lassen ihn mindestens eine Stunde länger schlafen.
3. Schritt: Bestechen Sie die Bespanner, so dass sie seinen Schläger mit einem völlig falschen Gewicht bespannen.
4. Schritt: Sorgen Sie für einen Unfall oder eine Baustelle auf dem Weg zur Anlage, so dass Federer im Stau stecken bleibt und nicht pünktlich ankommt. In New York wäre es probat, Eingang und Ausgang des "Midtown-Tunnels" zu sperren, während Federer darinnen ist.
5. Schritt: Wenn er es trotzdem schafft, wie auch immer rechtzeitig auf dem Platz zu sein, schicken sie ihm jemanden hinterher wie Tonya Harding.

Zur Erinnerung: Die amerikanische Eiskunstläuferin Tonya Harding "entledigte" sich vor 13 Jahren ihrer Konkurrentin Nancy Kerrigan, indem sie ihr während des Trainings mit einer Eisenstange gegen die Knie schlagen ließ. Zu solch brachialen Mitteln griff Paul Capdeville nicht - der Chilene, der zum Auftakt Rainer Schüttler bezwungen hatte, verlor in der Nacht zu Donnerstag sein Zweitrunden-Match gegen den von Kopf bis Fuß in schwarz gekleideten Federer 1:6, 4:6, 4:6.

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