Tennis : Zu viele leichte Fehler: Lisicki scheitert in Runde eins

Im ersten Spiel nach ihrem Wimbledon-Finale unterliegt Sabine Lisicki. In der ersten Runde von Cincinnati ist gegen Jelena Jankovic Schluss für die Berlinerin.

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Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki nahm ihr Erstrunden-Aus gelassen. Fünf Wochen hatte die 23-Jährige nach ihren wunderbaren Auftritten beim Grand-Slam-Klassiker in London pausiert und nach einer Interview-Hatz und Foto-Shootings unter anderem am heißen Strand von Florida fleißig an ihrer Beinarbeit gefeilt. Nun schlug sie den Weg zurück in den Tennis-Alltag ein - und scheiterte beim Masters-Series-Turnier in Cincinnati am Dienstag (Ortszeit) gleich in der ersten Runde an der gut aufgelegten Jelena Jankovic.

„Ich hatte einfach zu wenig Matchpraxis und habe zu viele leichte Fehler gemacht“, räumte die Berlinerin nach dem 6:7 (5:7), 7:5, 2:6 gegen die Serbin ein, die in der Weltrangliste drei Plätze vor ihr liegt. „Gegen Jankovic kann man sich das nicht leisten.“ Doch obwohl die Zeit bis zu den am 26. August beginnenden US Open drängt, werde ihr die Niederlage keine schlaflosen Nächte bereiten und nicht an ihrem Selbstvertrauen nagen. Es sei noch „genügend Zeit“ und sie habe „auch ein paar unglaublich gute Punkte gespielt, wie ich es halt kann“, meinte die Nummer 18 der Welt.

Die Turniere in Stanford und Toronto hatte Lisicki ausgelassen und stattdessen lieber trainiert. Nun muss die Umstellung von Rasen auf Hartplatz erst einmal gelingen. Sorgen macht sie sich darüber aber nicht. „Da braucht man ein bisschen Zeit, aber das wird kommen“, gab die dreifache Turniersiegerin zu Protokoll. Um Matchpraxis für den letzten Saisonhöhepunkt zu sammeln, schlägt die Rechtshänderin in der kommenden Woche noch in New Haven auf.

Die Autogramme der Grand-Slam-Turnier-Finalistin werden sicher auch dort gefragt sein. Ihre erfolgreichen Wochen in Wimbledon, die ihr am Montag den „Sport Bild Award“ als „Star des Jahres“ einbrachten, haben ihr Leben verändert, bekannte Lisicki. „Egal wohin ich gehe, erkennen mich Leute, das ist schon etwas anderes - ob in Deutschland oder USA, das ist egal“, beschrieb sie und fügte an: „Schönes Gefühl auch, die Glückwünsche zu bekommen oder einfach auch zu hören, dass man Leute inspiriert.“

In ihrem Schatten wollen sich auch ihre Fed-Cup-Kolleginnen wieder ins Rampenlicht spielen. Besonders deprimierend verläuft bislang das Jahr für Julia Görges. Das 2:6, 6:4, 4:6 in Cincinnati gegen die Slowakin Magdalena Rybarikova bedeutete bereits ihre fünfte Auftaktpleite in Serie - unterkriegen lässt sie sich davon scheinbar aber nicht. „Meine Spielweise wird mich zum Erfolg bringen. Das weiß ich“, erklärte die Bad Oldesloerin zuversichtlich. „Das ist eine Frage der Zeit. Man muss durch so eine Phase durch.“

Wie man sich ähnlich einem Stehaufmännchen immer wieder aufrichtet, macht Andrea Petkovic allen vor. Welche Verletzung sie auch immer in den letzten Jahren umwarf, die ehrgeizige 25-Jährige kämpfte sich zurück. Selbst wenn sich die einstige Weltranglisten-Neunte wie bei der mit 2,369 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung erst für das Hauptfeld qualifizieren musste.

„Ich habe das akzeptiert, dass ich das jetzt noch mal alles von vorne machen muss“, erklärte die Darmstädterin. Mit dem Selbstvertrauen des Endspieleinzugs von Washington vor einer guten Woche spielte sie sich dann in die zweite Runde, in der sie am Mittwoch auf die Italienerin Roberta Vinci treffen sollte. (dpa)

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