Sport : Terry bestreitet Rassismus vor Gericht

London - John Terry hat am zweiten Verhandlungstag seines Rassismus-Verfahrens vehement die gegen ihn geäußerten Vorwürfe bestritten und dabei auch auf seine langjährige Charity-Arbeit in Afrika verwiesen.

„Mir wurden im Laufe meiner Karriere schon viele Sachen vorgeworfen, aber dass ich ein Rassist sein soll, werde ich in keinem Fall hinnehmen“, sagte der 31 Jahre alte englische Nationalverteidiger vom FC Chelsea in einer Video-Aufzeichnung, die am Dienstag im Gerichtssaal abgespielt wurde. Sie stammen von Befragungen durch die Polizei und den englischen Fußballverband FA, der Terry im Zuge der Affäre die Kapitänsbinde der Nationalmannschaft wegnahm. Terry erklärt in den Video-Mitschnitten auch, seine langjährige Arbeit für die Wohltätigkeitsprojekte seiner ehemaligen Teamgefährten Marcel Desailly und Didier Drogba beweise, dass er kein Rassist ist.

Terry muss sich vor Gericht verantworten, weil er im vergangenen Oktober seinen Gegenspieler Anton Ferdinand im Premier-League-Spiel gegen dessen Verein Queens Park Rangers rassistisch beleidigt haben soll. Terry, dem eine Geldstrafe von bis zu 2500 britischen Pfund (rund 3100 Euro) droht, behauptet, er habe lediglich einen Ausdruck wiederholt, der ihm vorgeworfen wurde.

Bei einem ähnlichen Vorfall würde er heute sofort zum Schiedsrichter gehen, sagte Terry. Sein Anwalt George Carter-Stephenson beantragte, das Verfahren einzustellen. Es sei im Nachhinein nicht mehr sicher festzustellen, was am fraglichen Tag gesagt wurde, und Terrys Gegenspieler Anton Ferdinand sei kein verlässlicher Zeuge, behauptete Carter Stephenson. dapd/dpa

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